Schmerzdiagnostik

Ich (Joachim Wagner, Zahnarzt) betreibe neben dieser Homepage eine Internet Seite „Zahnfilm.de„. Dort geht es um die Diagnose und Behandlung von starken bis stärksten „Zahnschmerzen“, ohne dass eine Ursache erkennbar ist. Davon betroffen sind ungefähr 3 % der Bevölkerung. Das hört sich zunächst mal nach wenig an, bedeutet aber, dass eine durchschnittliche Zahnarztpraxis mit 4.000 Patiententerminen pro Jahr 120 dieser Patienten vorgestellt bekommt. An jedem zweiten Werktag ist einer dabei.

 

VAS – Visuelle Analog Skala für die Schmerzstärke

Der Schmerz äußert sich typischerweise am völlig gesunden oberen 6-er. Schmerzstärken von 5 bis 8 auf der Skala 0 bis 10 sind keine Seltenheit. Merkwürdigerweise können die Patienten trotzdem schlafen und werden vom Schmerz nicht wach. Röntgenbilder der Zähne ergeben praktisch nie einen eindeutigen Befund. Auffällig ist auch die Schmerzbeschreibung der Patienten, die häufig unter Schmerzen am Zahnfleisch zwischen dem 6-er und dem 5-er klagen. Schaut man sich das Zahnfleisch aufmerksam an, sieht man, dass das in der Regel genau so aussieht, wie das Zahnfleisch an allen anderen Stellen, also unauffällig. Dazu kommt oft eine starke Überempfindlichkeit auf Kälte an vielen Zähnen um den „schmerzenden“ Zahn herum.

 

Leider will die real existierende Zahnmedizin an den Universitäten bis heute nichts von dieser Krankheit wissen. Weder interessiert sie der dafür schon lange existierende Name, die sogenannte Neuropathie des Trigeminus, noch dass man inzwischen Tausende von Studien an Mensch und Tier darüber erarbeitet hat. Wer also glaubt, dass ich (Joachim Wagner, Zahnarzt) mir diese Krankheit aus den Fingern gesaugt habe: Geben Sie einfach in Google scholar den Suchbegriff „neuropathic orofacial pain“ ein, dann zeigt Google aktuell etwa 17.000 internationale Studien und Schriftstücke zum Thema chronische Schmerzen im Mund und Gesicht an.

Der Arzt, der eine Krankheit nicht kennt, wird sie auch nicht finden. Keiner meiner mir bekannten Kollegen haben je von dieser Erkrankung gehört oder gelesen, darunter auch etliche Universitätskollegen. Das ist sehr schade, weil die technischen Diagnosemethoden wie Kleinröntgenbilder, Magnetresonanztomografie, OPG oder Digitale Volumen Tomografie  die Ursachen der Schmerzen nicht abbilden können. Die Folge für die betroffenen Patienten sind, dass

  1. sie im besten Fall wegen Unklarheit der Situation vertröstet werden
  2. bei ihnen ganz häufig eine sogenannte CMD diagnostiziert wird. Die dann immer folgende Schienenbehandlung ist komplett für die Katz. Anschließend folgt eine nutzlose Physiotherapie, dann eine aberwitzige Psychotherapie.
  3. sie an eine Uniklinik zur „Abklärung“ überwiesen werden. Dort untersucht ein jung-dynamischer Zahnarzt Frischling den Patienten. Weil der aber von der Trigeminus Neuropathie keine Ahnung hat, greift auch dieser zu 1. oder 2.
  4. im schlechteren Fall der Erstbehandler meint, irgendwelche „Karies“ entdeckt zu haben. Das führt zum Bohren und Füllen, woraufhin der Patient am nächsten Tag mit stark verschlimmerten Schmerz wieder aufläuft. Nach erfolglosen Versuchen mit Beruhigungslack glaubt dann der Zahnarzt, hier müsse eine Pulpitis vorliegen und beginnt die Wurzelbehandlung. Dann nimmt das Unheil seinen Lauf und alles wird immer schlimmer. Der Höhepunkt dieser „Behandlung“ ist oft die WSR und endet  praktisch immer mit der  Extraktion des Zahns. Damit ist die Geschichte leider nicht zu Ende, denn anschließend schmerzt die Alveole (das Knochenfach) für 6 Wochen höllenmäßig. Ist das überstanden geht der Phantomschmerz über auf den nächsten Zahn, in diesem Falle den 5-er.

Fazit.  Aus dem Patienten mit einer Zahnmigräne (der Begriff stammt vom israelischen Schmerzforscher Dr. Benoliel), die in 6 Wochen von alleine abgeklungen wäre, hat die heute existierende Zahnmedizin einen chronisch schmerzkranken Menschen gemacht, der oft am Rande der Verzweiflung lebt. Ich habe inzwischen hunderte dieser Patienten gesehen und die Härtefälle vegetieren, anders kann man das nicht nennen, mit dem Kopf gegen die Wand von Tag zu Tag vor sich hin. Und finden in den meisten Fällen keine kompetente Hilfe.

Der Trigeminus Nerv und sein Ursprung im Hirnstamm

In Deutschland sind nicht weniger als 1 Million Menschen betroffen. Die meisten finden, nachdem sie in der Zahnmedizin „austherapiert“ wurden,  (das Wort hasse ich wie die Pest, wenn sie wenigstens sagen würden: wir haben keine Ahnung, was hier vor sich geht) irgendwann den Weg zum Neurologen, der ihnen mit einschlägigen Trigeminus Medikamenten wenigstens Linderung verschaffen kann. Wenn er auf Zack ist.

Zeit zum Handeln.  Zum Glück gibt es Hilfe für die Betroffenen. Die Behandlung besteht vorwiegend in der sorgfältigen Auswahl ganz bestimmter Antiepileptika und Antidepressiva. Wir wissen heute, dass die Umschaltstellen des Nervus Trigeminus im Stammhirn (in der Zeichnung des Trigeminus finden Sie rechts unten die Worte „Nucleus spinalis“, dort sitzt das Problem) die Signale falsch, nämlich zu stark, weiterverarbeiten. Das kann im Tierversuch mit einem operativ beschädigten Trigeminusast gut dargestellt werden. Und für diesen Zustand ist die Zahnmedizin die falsche Sparte.

Trotzdem muss heute gefordert werden, dass jeder angehende Zahnmediziner diese Art Schmerz gründlich kennenlernt. Sowohl theoretisch, als auch praktisch. Und die nötige Portion Neurologie mit dazu. Auch das Studium der aktuell effizientesten Medikamente wäre anzuraten.

 

 

69 Gedanken zu „Schmerzdiagnostik

  1. Hallo,
    ich habe bis zum heutigen Tage 5 Zähne verloren. Alle im Frontbereich.
    Es tat einer nach dem anderen weh.
    Überall Druck im Mundraum, der wechselte.

    Es fing mit einem der untersten Zähne an.
    Unten, vorne rechts.
    Es folgte der selbe Zahn auf der anderen Seite.
    Es wurde x mal aufgebohrt. (Von der jungen Vertretung meines Hauszahnarztes und vom Notdienst weiter weg) Am Ende folgte eine WSR beidseitig wobei die Narbe drei mal Aufriss. (Von einem neuen ZA)
    Ich hatte unerträgliche Schmerzen.
    Schmerzmittel halfen nicht und der Zahnarzt wusste nicht weiter. Sagte es sieht alles gut aus. Sah es am Ende auch. Der linke Zahn wackelte mit einem Grad von zwei.

    Später hatte der Zahnarzt nur noch einen Termin über einen Monat später.
    Ich rannte als wieder zum ersten Zahnarzt, hier war mein Hauszahnarzt wieder da.
    Ich wurde als Psychisch instabil eingestuft und sehr sensibel. Am besten ich mache einen Termin beim Psychotherapeuten.“

    Die Schmerzen hörten nicht auf.
    Ich ging zu einem anderen ZA.
    Dieser überwies mich an die Neurologie in Kiel im UKSH
    Hier würde ich mit Schmerzmitteln behandelt.
    Sie halfen wenig.
    Später mit der Argumentation abgespeist, dass es die Zähne sind.
    Dann sollte ich rüber zu der Koeferchiruhie.
    Ich wurde spät abends dort hin geschickt zur Weiterbehandlung.
    Mein Bett in der Neurologie war weg.
    Und dort weil es zu spät war kein richtiger Zahnarzt mehr.

    Irgendwie kam ich nach Hause.
    Ein ZA zog mir dann irgendwann einen Zahn, der nächste den anderen.
    Oben ging es wegen Druckgefühl und ziehen so weiter.
    Alle Zähne oben links waren aufbissempfindlich und Klopfempfindlich.
    Einer war weg, fing der nächste an.

    Ganz zum Schluss kam ich zum Neueologen.
    Bekomme nun Venösfaxin 150mg und 225mg Pregabalin.
    Der Schmerzen sind etwas gedämpfter.
    Psychisch bin ich ein Wrack, habe meinen Job verloren und kämpfe um meine Beziehung.

    Es geht nun fast ein Jahr so.
    Ich bin gerade 29 Jahre alt und habe das ein oder andere mal schon daran denken müssen mir das Leben zu nehmen.
    Man steht allein vor allem.

    Liebe Grüße

    1. Oh Mann,
      Sehr geehrter Herr Sebastian,
      ich höre, dass Sie die Hölle durchmachen. Und dass die Fachleute nicht informiert sind. Ganz kurz: Natürlich leiden Sie unter einer Neuropathie des Trigeminus. Und die kann man als Zahnarzt NICHT behandeln. Das haben Sie leider auch erleben müssen.
      Bevor jetzt irgendein neuer Unsinn passiert, gehen Sie bitte mit einem Ausdruck Ihrer Mail und meiner Mail zu Ihrem Hausarzt und bitten ihn, diese 2 Medikamente zu verordnen: Carbamazepin 300mg retard, Amitriptylin 10mg. Pregabalin haben Sie ja schon. Gegen Venlafaxin habe ich nichts einzuwenden, es ist aber im Zusammenhang mit einer Trigeminus Neuropathie bisher meines Wissens nicht als Standardbehandlung anzusehen.
      In der ersten Wochen nehmen Sie Carbamazepin 0 – 0- 1/2 , Amitriptylin 0 – 0- 1, Pregabalin 1 -0 -1 , eine Woche später Carbamazepin 1/2 – 0- 1/2 , Amitriptylin 1 – 0- 0, Pregabalin 1 -0 -1 Und nach der 2. Woche melden Sie sich.

      Mit freundlichen Grüßen

      1. Hallo HerrDr. Wagner.. geht das dann weg? Ich nehme Cymbalta und bei mir zieht es bis ins Ohr.. das tut sehr weh.. auch das Stechen und dieses fürchterliche Elektrogefühl Habe das schon fast ein Jahr.. es ist aIch besser geworden.. vorher wollte ich auch einfach tot sein.. ich will nicht mehr.. wird es weggehen? Was kann man tun, damit es weggeht? Gloa? Ich vertrage leider das cYmbalta nicht so gut.. ich vertrage genau genommen gar kein Medikament.. Cymbalta in Kombination mit gabapentin hat gut geholfen.. ich hatte jedoch zu heftige Nebenwirkungen.. lyrika habe ich ebenfalls nicht vertragen und vor carbamazepin was ich zu niedrig dosiert genommen habe, dass es hätte wirken können ,. Hätte ich einfach zu viel Angst.. was kann man denn noch tun? Wieso hilft uns niemand? Ich habe so viele kennengelernt und keinen von ihnen wird geholfen,. Keiner weiß wie weh das tut .. keiner sagt uns wie das wieder weggeht 🙁 geht es überhaupt weg?

        1. Hallo,
          Die Überempfindlichkeit des Trigeminus geht in der Hälfte aller Fälle auch wieder von alleine weg. Die besten Chancen haben die, bei denen Krankheit noch keine 2 Jahre dauert und bei denen Carbamazepin wirkt.
          Voraussetzung dabei ist, dass keinerlei chirurgische oder allgemein zahnmedizinischen Behandlung im überempfindlichen Bereich durchgeführt werden. Und damit meine ich keine. Keine PZR, keine Füllung, keine Wurzelbehandlung, keine WSR.

          VG J. Wagner

    2. Sehr geehrter Herr Wagner,

      ich habe im Internet Ihre Seite Zanfilm.de gefunden und hab dort fleißig gelesen…..daraufhin bin ich zu einem Neurologen gegangen.

      Meine Geschichte: Ich habe nun 1 1/2 Jahre immer wieder Zahnbehandlungen, Extraktionen, Zahnwurzeln im Kiefer entfernt Implantation, WSR, die Zähne die mir entfernt wurden waren schlechte Wurzelbehandlungen mit Entzündungen weiters wurde implantiert, WSR…. mein Gebiss wurde komplett saniert , ich bin 34 Jahre und wurde leider bei meinem alten Zahnarzt 10 Jahre lang nicht korrekt behandelt. Ich habe dann zu einem Kieferchirurgen gewechstelt und nun habe ich keinerlei Entzünden, Zysten, Auffälligkeiten etc. mehr in meinem Kiefer habe aber auf der rechten Seite Schmerzen, im Nasenflügelbereich, zieht sich entlang vom Kiefer, Wangenschmerzen, Kopfschmerzen, oberhalb vom Auge. Manchmal ist es weg, aber am nächsten Tag kann es wieder sehr schmerzhaft sein. Ich war nun vor 3 Tagen bei einer Neurologin die mich untersucht hat, und Sie hat festgestellt, der Trigenimus ist nicht beschädigt aber es kann eine Reizung sein. Daraufhin habe ich Pregabalin 25mg verordnet bekommen immer abends 1 Tablette (ich bin 1,72 groß und wiege 59kg) die Ärtzin hat gemeint, Sie fängt mit einer niedringen Dosierung an. Ich nehme das Medikament seid 09.06.18 abends. Am Sonntag, Montag habe ich eine Verbesserung gespürt weiß ich natürlich nicht ob das schon von dem Medikament war, die starken Kopfschmerzen waren weg. Die Schmerzen sind im Gebiet bei der Extrakionswunde vom Eckzahn (wurde vor 3 Monaten entfernt) im Oberkiefer und daneben wurde vor 3 Monaten ein Implantat gesetzt und in dieser Region sind meine Probleme die sich dann manchmal entlang vom Oberkiefer ziehen. Wenn es sehr stark schmerzt habe ich auch das Gefühl, dass dort das Zahnfleisch oder irgendetwas spannt bzw. komisch anfühlt. Mein Kieferchirug und eine zweite Meinung von einem Implantologen haben mir beide bestätigt, dass mit der Wunde beim extrahierten Eckzahn alles in Ordung ist. Daneben Region 4er Zahn habe ich vor 3 Monaten ein Implantat bekommen und dort sind die Schmerzen, wenn ich auf die Schleimhaut drücke tut mir das ziemlich weh lt. CT ist aber das Implantat gut eingeheilt, da ich aber immer wieder heftige Schmerzen in dieser Region habe wurde diese Woche am Montag das Implantat gespült, Ledermix und Cortison reingegeben, während der Behandlung konnte ich spüren wie die Schmerzen zunehmen und heftige Kopfschmerzen einseitig, Schläfe bis zum Nacken, wegen den extremen Schmerzen konnte ich auch die ganze Nacht nicht schlafen, aber die Schmerzen waren die brennend sondern drückend, ziehend . Nach Rücksprache mit der Neurologin wurde beschlossen, dass ich jetzt mal kein Pregabalin nehme weil anscheinend das Implantat Schuld daran ist. Am Mittwoch war ich dann wieder in der Ordi beim Kieferchirurgen und mir wurde das Implantat entfernt, gleich nach der Entfernung waren die Kopfschmerzen weg und die Schmerzen waren nur mehr leicht im Hintergrund. Nach der Entfernung brauchte ich keine Schmerzmittel. Einen Tag nach der OP verspürte ich keinen Schmerz mir ging es richtig gut, nur heute spüre ist wieder im Bereich 4er Zahn leichtes drücken-komisches Gefühl, Nasenflügel und das Auge fühlen sich auch etwas komisch an. Nach der Implantatentfernung wurde festgestellt, dass das Implantat bis auf ein kleines Stück super eingeheilt war, angeblich hat sich der letzte Teil vom Knochenaufbau nicht verbunden oder so… aber ob die Schmerzen davon kommen weiß man nicht.

      Welche Erfahrungen haben Sie mit solchen Fällen, kann ich sonst noch etwas machen? Ich habe anfangs mit Homöopathie sowie Vitamin B probiert, leider ohne Erfolg.

      Ich wäre Ihnen sehr dankbar wenn ich eine Antwort erhalten würde.

      1. Hallo Monika,
        leider wird die „Schmerzpause“ durch den erneuten Eingriff nur von kurzer Dauer sein. Den Kurzzeit Besserungseffekt durch operative Eingriffe kenne ich gut. Die Schmerzen werden leider zurückkehren. Denn Sie leiden nicht an falsch eingebrachten Implantaten, sondern an TNP. Wenn Sie Ihre Schmerzen los werden wollen, dürfen die nächsten Jahre keine weiteren Eingriffe zahnmedizinisch/chirurgischer Art vorgenommen werden. Und nehmen Sie wieder Pregabalin. 25mg ist die niedrigste Stufe, das kann bis 600mg hochdosiert werden.
        VG J. Wagner

        1. Vielen lieben Dank! Sie meinen Trigeminusneuropathie?? Abann soll sich durch Pregabalin 25 MG eine Besserung einstellen ich nehme eine Tablette abends bzw. wie soll ich wenn es nicht besser wird weiter dosieren? Dankeschön

        2. Danke für Ihre Antwort. Hab wieder mit Pregabalin 25 MG abends begonnen. Die Schmerzen sind heftig ab wann soll eine Wirkung eintreten bzw. ab wann soll ich höher dosieren? Danke

  2. Guten Tag,
    Mit tiefer Betroffenheit habe ich die mail von Sebastian gelesen.
    Mein Leidensweg bis zur richtigen Diagnose war sehr ähnlich und dauerte ca.7 Jahre.Es gibt kaum eine Behandlung in der Zahnmedizin die ich in dieser Zeit nicht bekommen habe-und ja-am Ende stand immer die Extraktion (insgesamt 16 -zumeist-gesunder Zähne)
    Mit der Menge an Schmerzmitteln die ich zu mir nahm,kann man mehrere Badewannen füllen.
    Vor allem die Einschätzung mehrerer Zahnärzte,ich bilde mir die Schmerzen so intensiv ein, dass ich sie tatsächlich als solche wahr nehme-obwohl sie nicht vorhanden sein können, brachte mich in einen Strudel der Verzweiflung.
    Erst durch meine intensive Recherche im Netz kam ich langsam der wirklichen Ursache auf die Spur,indem ich meine Symtome in jedem möglichen Kontext eingegeben habe.
    Als ich endlich in einigen Fachartikeln die Ursachen für den“Dominoeffekt“bei den Schmerzen entdeckte und Zusammenhänge erkannte, war das wie die Befreiung aus einer tiefen dunklen Schlucht.
    Ich habe dann einen Allgemeinmediziner solange bearbeitet,bis er mir Pregabalin verordnet hat.Parallel dazu habe ich mir einen Termin in der Neurologie besorgt-der aber erst 3 Monate später stattfinden konnte-bis dahin hätte ich die Schmerzen nicht ausgehalten.
    Ich habe dann Pregabalin nach Empfehlung auf dem Beipackzettel genommen und zum ersten Mal trat eine Besserung ein.
    Bei meiner weiteren Suche im Internet traf ich auch auf die Seite von Herrn Dr.Wagner und bin noch heute-3 Jahre danach,sehr sehr dankbar für seine Beiträge die genau den Nagel auf den Kopf treffen, ich fühlte mich zum ersten Mal verstanden.
    Es waren letztlich genau die oben genannten Medikamente die mir geholfen haben,
    Heute hat sich durch die Behandlung eine neue Lebensqualität eingestellt,
    Sukzessive lasse ich-je nach finanziellen Möglichkeiten-die fehlenden Zähne ersetzen.Auch ein jahrelanger Weg-aber seit dem ich weiss was ich tun muss um diese existenziellen Schmerzen zu beseitigen sehe ich hoffnungsfroh in die Zukunft-und ich bin schon über 60 Jahre alt.
    Lieber Sebastian,versuchen sie es auf jeden Fall Mit der Therapie,sie haben nichts zu verlieren und alles zu gewinnen!
    Mit freundlichen Grüßen
    Tigerchen

  3. Hallo,

    auch ich kann ein Lied davon singen.
    Im September 2017 war ich bei einem neuen Zahnarzt, der bei mir eine Parodontitis feststellte. Ich ließ also erstmal eine PZR dort machen, die ich übrigens bei meinem alten Zahnarzt halbjährlich machen ließ. Mein alter ZA hat auch die PA erkannt, obwohl ich ihn danach gefragt hatte.
    Nach der PZR beim neuen Zahnarzt fing dann mein Problem an. Es hatte sich beim 15 Zahn im OK nach der Behandlung eine Entzündung entwickelt. Alle Maßnahmen wie Spülungen, Gazestreifen und auch die PA-Behandlung ergaben keine Besserung.
    Nach zwei Monaten ging ich dann zu einem anderen ZA, der mir erstmal Antibiotikum gab und sagte, laut dem Entzündungsstatus dürfte ich keine solchen Probleme haben. Er spülte auch mit Jod. Die äußere Entzündung ging weg, aber es blieb immer ein Gefühl, als wenn tief unter dem Zahnfleisch noch eine Entzündung oder Verletzung steckte es brannte und zog. Der ZA verschrieb mir dann noch eine Salbe mit Hydrocortison und Oxytetraclinhydrochlorid, welche ich 10 Tage mit Hilfe einer Medikamentenschiene, die angefertigt wurde, nahm, auch damit hatte ich nur wie bei allen anderen Maßnahmen für ein oder zwei Tage ruhe. Zwischenzeitlich ging das Brennen bei dem 15 Zahn bis in den Kieferknochen.
    Mein Zahnarzt tippte dann auch eine Trigeminusneuralgie oder Borning Mouth Syndrom und überwies mich zum Neurologen und vorsichtigkeitshalber auch die Mund-, Kiefer- und Gesichtschirugie in die Uniklinik Ulm. Der Neurologe macht alle Untersuchungen auch Schädel_MRT, es konnte aber keine Neuralgie festgestellt werden. Trotzdem um sicher zu gehen, verschrieb er mir Pregabalin 75mg. In der ersten Woche sollte ich in der Früh und abends eine nehmen, solle keine Besserung eintreffen, dann erhöhen. 2 in der Früh und 2 am Abend. Leider hilf es nichts. Ich war mittlerweile schon so am Ende, dass ich meinen Zahnarzt bat mir den 15 Zahn zu ziehen. Er hat sich dann erst geweigert und wir haben es mit einer Wurzelbehandlung versucht. Leider hilf das auch nicht. Also wollte ich, dass der Zahn rauskommt. Nun war es aber so, dass der 14 auch nicht auf den Kältetest mehr reagiert, deshalb wurde auch an ihm eine Wurzelbehandlung gemacht. Auch das hilf nichts. Nun war ich, dass ich darauf bestand, dass mir mein Zahnarzt den 15er zieht. Was mein ZA dann auch widerwillig machte, da er der Meinung war, es liegt nach wie vor eine Neuralgie vor. Der Zahn war draußen, im Zahnfach hatte ich dann kein Brennen mehr, aber das Gefühl um das Zahnfleisch um den gezogenen Zahn ist merkwürdig, es schwillt auch immer leicht an ohne dass eine Entzündung dahinter steckt.
    Nun hat sich etwa eine oder zwei Wochen bevor der Zahn gezogen wurde, das Problem mit dem zurückziehenden, anschwellenden und brennenden Zahnfleisch bis auf den 16 ausgeweitet. Das macht mir auch am meisten Probleme. Das Zahnfleisch schwillt auf eine Länge von einen halben Zentimeter immer wieder an und brennt, geht dann wieder zurück und ich bin auch immer wieder schmerzfrei. Nachts ist es besonders gut.
    Mein ZA ist nun der Meinung, dass es sich def. um eine Trigeminusneuralgie handelt, obwohl die Untersuchungen keinen Anhaltspunkt dafür gaben. Er ist auch der Meinung, dass ich das falsche Medikament bekommen. Mittlerweile nehme ich Pregabalin 225 mg eine morgens und eine abends, aber sie helfen nicht.
    Es ist so, dass wenn ich eine Mundspülung macht, es dann auch besser wird und wenn neue Maßnahmen gemacht werden, es für ein bis zwei Tage dann auch besser wird, aber dann halt auch wieder kommt.
    Es schwillt bei mir halt immer das Zahnfleisch an den betroffen Stellen etwas an, ohne dass man eine Entzündung sehen kann und mein ZA schließt dann auch komplett aus. Dies wurde auch von mehreren ZA bestätigt, auch Röntgenmäßig ist keine Auffälligkeit. Bakterientest wurde auch gemacht, ohne besondere Ergebnisse.
    Kann denn mein Zahnarzt recht haben? Ich finde halt das anschwellende Zahnfleisch etwas komisch, auch das bei den Untersuchungen keine Indikation für eine Trigeminus vorliegt und das Medikament nicht anschlägt.
    Was ich noch erwähnen wollte, ist, dass vor ein paar Wochen in den Schneidezähnen nochmal die Taschentiefe gemessen wurde, die sind noch etwas tief, seitdem habe ich aber auch dort wieder ein Brennen, dass mit Putzen, Spülen, Zahnseide nicht weggeht, es hat bei der Messung auch geblutet.
    So das war jetzt etwas lang, kürzer ging es leider nicht.
    Was kann das alles sein, wirklich eine Neuralgie?

    Herzlichen Dank und Grüße
    Alexandra

    1. Hallo Alexandra,
      meiner Meinung haben Sie eine typische Trigeminus Neuropathie, keine Neuralgie. Wenn Pregabalin anscheinend nicht wirkt, würde ich zunächst höher dosieren bis max. 600mg pro Tag. Denn Sie leiden auch unter Brennen. Das ist mit Gabapentin = Pregabalin meistens gut zu bekämpfen.

      VG J. Wagner

      1. Hatte ich vergessen: Versuchen Sie es auch mal mit Gabapentin, was Pregabalin chemisch sehr ähnlich ist. Dann ist die max. Dosis aber 1800 mg am Tag.

        VG J. Wagner

  4. Hallo,
    ich bin es nochmal. Was ich vergessen habe zu schreiben: Ich habe keinen einschießenden Schmerz, sondern ein brennenden im Zahnfleisch und dann ein ziehen in den Zahn. Als Schmerzstärke würde ich sagen bis 4. Auch habe ich keine Triggerpunkte. Ich habe keine Probleme beim Zähneputzen, Kälte macht mir nichts aus und ich löse auch keinen Schmerz aus, wenn ich mir ins Gesicht fasse.

    Herzliche Grüße
    Alexandra

  5. Sehr geehrter Herr Wagner,

    mit großem Interesse habe ich gerade im Internet Ihren Bericht über die Zahnmigräne gelesen!
    Gerne würde ich Ihnen meine Krankheitsgeschichte schildern.
    Seitdem ich Teenager bin habe ich in allen Backenzähnen Füllungen.
    In meiner Schwangerschaft, mit Anfang 30, fing der erste Backenzahn, der 36, an auf Kälte zu reagieren. Nach einer erfolglosen Wurzelbehandlung, mehrfachen Spülen und Einlagen wechseln, wurde eine WSR durchgeführt. Erfolglos. Der Zahn wurde gezogen. 37,35 wurden abgeschliffen für Zahnersatz und das gleiche Spiel ging erst bei Zahn 35 und dann bei 37 los. Bis alle gezogen waren und Implantate, problemlos! , gesetzt wurden. Das gleiche wiederholte sich mit Zahn 15,16,17. Diese Zähne sind mittlerweile auch alle gezogen und Implantate gesetzt. Ich bin jetzt 40 Jahre alt, und hatte genau 4 Wochen mal keine Zahnschmerzen. Bis vor 2 Wochen Zahn 26 auf Süßes reagierte. Die Füllung wurde erneuert und jetzt Schmerz er dauerhaft und ist kälteempfindlich. Ich werde bald verrückt.
    Wir sie schon schreiben, keiner kennt meine Ursache und dadurch kann sie keiner Behandeln. Ich könnte dauerhaft heulen.

    Über eine Antwort von Ihnen würde ich mich sehr freuen.
    Freundliche Grüße aus Rodenberg

  6. Nachtrag:
    Alle Zähne waren auf Röntgenbildern unauffällig. Nachdem Ziehen aber nachweislich entzündet.

    Ich habe noch eine Bitte. Bevor sie die Beiträge veröffentlichten, können Sie bitte meinen Namen herausnehmen. Danke

  7. Hallo Dr. Wagner,
    ich würde Ihnen gerne meinen Leidensweg beschreiben. Ich bin 22 Jahre alt, Medizinstudentin im zweiten Semester im Ausland. Seit ca. zehn Jahren renne ich schon von einem Arzt zum anderen. Mein Problem: Der Rücken. Als ich in der Pubertät war, war dies alles halb so schlimm. Mit 13 bekam ich eine feste Zahnspange, mit ca. 15 wurde sie entfernt und ein Retainer im Unterkiefer eingesetzt. Ab da fingen schleichend meine Probleme an. Mein Rücken formierte sich zu einer angeblichen Skoliose. Ständige Rückenschmerzen waren und sind mein Alltag. Mit ca. 16, 17 bekam ich zudem einen Tinnitus auf der rechten Seite. Zwischendurch bekam ich ca. 3 x im Jahr Schmerzen im Kieferbereich, Ursache unbekannt, Rö, etc. unauffällig. Mein Rücken wurde von Jahr zu Jahr schlimmer, bis dann vor ca. 1 1/2 Jahren dann auch noch Schmerzen im Schulterbereich und Schmerzen im ISG auftraten. Die Folge war das ich nicht mal mehr für zehn Minuten etwas im Haushalt machen konnte ohne das ich am liebsten sterben wollte. 5 Orthopäden und 3 Zahnärzte mit dem Ergebnis, dass ich Skoliose habe und jeden Tag Übungen für eine halbe Stunde bis zu meinem Tod machen muss. Dann hatte ich im Internet zufällig was über Atlasfehlstellung gelesen. Ich ging zum Atlastherapeuten, der meinen Atlas in die richtge Position brachte. Der Therapeut meinte jedoch, dass mein Kiefer total schief ist und man schon auf dem ersten Blick eine Fehlstellung bemerkt. Er kann jedoch leider nichts machen und kennt auch niemanden der mir helfen kann. So versuchte ich mein Glück im CMD Zentrum in Kiel. Er teilte mir mit, dass wahrscheinlich Unebenheiten meinen Zähnen vorhanden sein könnten, dies aber alles in die 10000€ geht.. Somit war das Thema gegessen, da ich direkt danach auch schon anfing zu studieren. Vor ca. 4 Monaten fiel ich die Treppe runter, nach Wochen, unheimliche Kopfschmerzen, Kieferschmerzen und Rückenschmerzen. Ich war diese Woche wieder bei dem selben Atlastherapeuten und er meinte, dass mein Atlas nur leicht verschoben ist, mein Problem mit dem Verschieben jedoch wieder und wieder kommt, solange mein Kiefer schief ist. Ich fragte ob er mittlerweile jetzt jemanden kennen würde, er empfahl mir das Zentrum in Hannover. Es läuft aber denke ich wieder auf die selbe Geschichte hinaus, da ich gesetzlich versichert bin.
    Zufällig bin ich im Forum auf eine Antwort von Ihnen gestoßen bezüglich CMD, dass da nichts helfe etc. Ich weiß das Ferndiagnosen schwierig sind, aber was sagen Sie zu meiner Diagnose? Könnte dies auch mit dem N. trigeminus zusammenhängen?
    Für jede Hilfe bin ich Ihnen dankbar!

    1. Hallo aus Rodenberg,

      Sie schildern den typischen Verlauf einer Trigeminus Neuropathie: Aus heiterem Himmel schlägt ein Schmerz ein, den kein Zahnarzt der Welt wegbohren, wegziehen, oder sonstwie behandeln kann. Sie brauchen endlich neurologische Hilfe. Leider ist es so, dass alle Neurologen keine Zeit haben und anscheinend auch keine Lust, sich mit den Neuropathikern des Trigeminus zu beschäftigen. Bitte lesen Sie auf zahnfilm.de nach, welche Medikamentenkombination ich als Erstbehandlung bevorzuge und bitten Ihren Hausarzt diese 3 Medis zu verschreiben. Falls das nicht funktioniert, können Sie bei uns anrufen.

      VG J. Wagner

    2. Hallo Evelyn,

      der Zufall will es, dass ich just gestern einen neuen Artikel zum Thema Neuropathie im Rücken geschreiben habe. Bitte schauen Sie auf zahnfilm.de ganz oben unter „Die Welt braucht mehr …“
      Zurück zu Ihren zahnmedizinischen Behandlern der Kategorie „Wunderheilung durch Bissvermessung“. Ich wette einen Kasten Bier, dass Sie nach dem Abdrücken von 10.000 Euro in Kiel schmerzmäßig keinen Deut besser dastehen werden. Die Burschen werden Ihnen auch niemals eine Versicherung unterschreiben, dass der CMD Zirkus irgendwas an den Schmerzen verbessert.

      Sie leiden meiner unbescheidenen Meinung nach unter einer fetten Neuropathie der Spinalnerven (= das sind die, die für die schmerzenden Stellen zuständig sind). Stellen Sie sich einfach vor, dass Ihr Rücken und Ihre Wirbelsäule zwar die üblichen kleinen Sollabweichungen aufweisen, aber im Grunde genommen noch 100 Jahre funktionieren werden. Was bei Ihnen verkehrt ist, dass ist die Weiterleitung völlig harmloser Signale von der Schmerzgegend in eine verrückt spielende Datenübertragung ins Hirn. Da liegt der Hund begraben.
      Ich denke, dass Sie von einer ordentlichen Portion Amitriptylin pro Tag eine deutliche Verbesserung der Lage erleben werden.

      VG J. Wagner

  8. Ich habe eine Odyssee von Zahnärzten hinter mir, es geht bei mir seit 2014 damals wurde mein erster Weisheitszahn entfernt,ich glaube es war der 38 er. Dann lies ich mir 8 Wochen später noch mal den 18er ziehen, seitdem Tag an fingen meine Schmerzen an und somit mein Leidensweg, das es die Hölle auf Erden wird ahnte ich dort noch nicht, ich hatte seit 2014-2015 täglich höllische „zahnschmerzen“ im Bereich der rechten oberkiefer (14 15 16 17) oder auch wechselseitig Links (24 25 26 27) zu 80%aber rechts darauf hin wurde der 14 er aufgebohrt, später Wurzelnbehandelt ich glaube er war 15 offen, eine Wurzelfüllung hat er bis heute noch nicht. 17 mit dem wurde das selbe gemacht und anschließend entfernt, ebenfalls fehlen 27 und 28. Schmerzen wurden nicht besser der Schmerz ist dumpf und irgendwie ein brennender „wundschmerz“ nie wirklich eindeutig lokalisierbar, ich war ungelogen bei 50 VERSCHIEDEN ZAHNÄRZTEN IN EINEM JAHR und es wurde noch nicht mal besser, denn war ich schwanger und bekam im Juli 2015 meine Tochter, danach hatte ich Depressionen und Ängste, eine ganze Weile waren die Schmerzen erträglich bis weg dafür das andere Leiden 😧seit Februar 2017 habe ich die schmerzen wieder daraufhin ging ich zum endodontologen der mir weil angeblich ein Herd am 14 auf dem opg zu sehen war antibiotika verschrieb… Ich musste es 6 Wochen nehmen ohne wirklichen Erfolg im Juni wurde es teilweise wieder besser. Seit Januar habe ich die schmerzen wieder und teilweise sogar bis ins rechte Ohr, es ist ein dumpfer teilweise druckender Schmerz, brennen und wundheitsgefuhl 😧…. Können Sie mir bitte einen Rat geben? Jule

    1. Hallo Jule,

      mein Mitgefühl. Solche Schmerzen können so schrecklich werden, dass die Patient regelrecht aufgeben.
      Für mich ist sonnenklar, dass Sie unter schweren neuropathischen Schmerzen des Trigeminus des 2. Astes (= Oberkiefer) leiden. Damit reihen Sie sich in große Zahl der so Geplagten ein.
      Aber Hilfe ist in Sicht: Bitte schauen Sie auf zahnfilm.de nach, wie mein Standardrezept mit 3 Medikamenten gleichzeitig geht. Damit bitten Sie Ihren Hausarzt diese zu verschreiben. Gelingt das nicht, ist der nächste Neurologe dran. Notfalls rufen Sie hier in meiner Praxis an.

      VG J. Wagner

      1. Hallo Herr Wagner, danke für die Mühe und die Information. Darf ich Sie fragen was Sie so sicher macht das es nicht von den Zähnen sondern vom Nerv kommt? Ich habe seit paar Tagen wieder Schmerzen im zahn 14,15. Es macht mich wahnsinnig. Die Empfehlung ihrer 3 Medikamente ist für mich schwer umzusetzen da mir kein Arzt ohne richtige Diagnose dieses verschreiben möchte, desweitern besteht bei mir ein Apoplex in der linken Hirn Hälfte sowie eine Ptbs (posttraumatische belastungsstörung) und eine angststörung mit Panikattacken, somit bin ich natürlich ein Patient deren leid sehr schnell auf die psyche geschoben wird und dadurch werde bzw wurde ich in der ganzen Zeit noch nie wirklich richtig untersucht außer halt vom Zahnarzt, unter Stress verstärken sie die Schmerzen. Denken Sie sie können mir helfen und ggf ein Medikament empfehlen?

          1. —–Original Message—–

            To: joac.wagner
            Sent: Sat, Jun 23, 2018 12:32 AM

            Hallo Herr Wagner, ich habe Ihnen meine Geschichte noch einmal kopiert….. Ich schrieb ihnen im März folgendes….
            5. März 2018 um 0:52 Uhr
            Ich habe eine Odyssee von Zahnärzten hinter mir, es geht bei mir seit 2014 damals wurde mein erster Weisheitszahn entfernt,ich glaube es war der 38 er. Dann lies ich mir 8 Wochen später noch mal den 18er ziehen, seitdem Tag an fingen meine Schmerzen an und somit mein Leidensweg, das es die Hölle auf Erden wird ahnte ich dort noch nicht, ich hatte seit 2014-2015 täglich höllische „zahnschmerzen“ im Bereich der rechten oberkiefer (14 15 16 17) oder auch wechselseitig Links (24 25 26 27) zu 80%aber rechts darauf hin wurde der 14 er aufgebohrt, später Wurzelnbehandelt ich glaube er war 15 offen, eine Wurzelfüllung hat er bis heute noch nicht. 17 mit dem wurde das selbe gemacht und anschließend entfernt, ebenfalls fehlen 27 und 28. Schmerzen wurden nicht besser der Schmerz ist dumpf und irgendwie ein brennender „wundschmerz“ nie wirklich eindeutig lokalisierbar, ich war ungelogen bei 50 VERSCHIEDEN ZAHNÄRZTEN IN EINEM JAHR und es wurde noch nicht mal besser, denn war ich schwanger und bekam im Juli 2015 meine Tochter, danach hatte ich Depressionen und Ängste, eine ganze Weile waren die Schmerzen erträglich bis weg dafür das andere Leiden 😧seit Februar 2017 habe ich die schmerzen wieder daraufhin ging ich zum endodontologen der mir weil angeblich ein Herd am 14 auf dem opg zu sehen war antibiotika verschrieb… Ich musste es 6 Wochen nehmen ohne wirklichen Erfolg im Juni wurde es teilweise wieder besser. Seit Januar habe ich die schmerzen wieder und teilweise sogar bis ins rechte Ohr, es ist ein dumpfer teilweise druckender Schmerz, brennen und wundheitsgefuhl 😧…. Können Sie mir bitte einen Rat geben….. Darauf hin kam ihre Antwort mit der 3″ Medikamenten Methode…. Am 22.6 fragte ich noch einiges im Forum unter anderem auch was sie so sicher mache und das ich eine ptbs habe und eine angststörung können sie ggf nochmal mein forum Beitrag lesen und mir hier antworten

  9. Hallo, der Schmerz, den Sie hier beschreiben kommt mir sehr bekannt vor. Alles fing im Dezember letzten Jahres an. Ein der 5er oben links begann zu ziehen, voraufhin ich am ersten Weihnachtsfeiertag zum Notdienst ging. Die kunstofffüllung in dem Zahn war undicht und am Rand hatte sich Karies gebildet. Nach der Behandlung ging es erstmal von Tag zu Tag besser, bis mein „Haus-zahnarzt“ einen Vitalitätstest mit Eisspray machte. Danach zickte der Zahn immer mehr, was letztlich zu einer Wurzelbehandlung führte. Seitdem hab ich immer wieder Schmerzen zwischen diesem Zahn und denen davor und dahinter. Meistens nicht sehr stark. Ca 1-2 auf der Skala und an manchen Tagen ist es auch nur ein komisches Gefühl. Aber an manchen Tagen geht der Schmerz auch bis 4 hoch. Nachts hab ich so gut wie keine Probleme.
    Besteht die Möglichkeit, dass sich diese Probleme irgendwann legen oder werde ich um eine Medikation nicht herum kommen?
    Gruß Anna

    1. Hallo Anna S.
      Noch befinden sie sich am Anfang einer Schmerzkarriere, die jetzt am sichersten beendet werden kann.
      Dazu ist es unbedingt notwendig, keine weiteren Maßnahmen zahnärztlicher Art links oben zuzulassen. Egal welche Argumente vorgebracht werden, dürfen Sie links oben
      – keine PZR!
      – keine Füllung, und auf gar keinen Fall eine Kunststoff Füllung
      – kein Abschleifen für Kronen
      – keine Wurzelbehandlung auch nicht beim Endodontologen.
      – auf keinen Fall eine WSR
      Wenn das ein Kollege – wie immer – nicht einsieht, Tschüss!

      Eine medikamentöse Behandlung ist erst ab Stärke 5 sinnvoll. Darunter empfehle ich Lidocain Spray in das linke Nasenloch. Gibt es in der Apotheke ohne Rezept.

      VG J. Wagner

      1. Hallo Herr Wagner,
        Danke für die Antwort. In dem betroffenen Zahn befindet sich zur Zeit eine Kunststofffüllung und in dem Zahn davor auch. Soll ich diese auswechseln lassen oder einfach alles so lassen, wie es bisher ist? In der letzten Woche ist der Schmerz wieder ziemlich schlimm geworden. Das mit dem Lidocain Spray werde ich als Notfallmaßnahme ausprobieren.
        Viele Grüße

  10. In den letzten 4 Jahren wurden mir 7 Zähne im OK und 3 Zähne im UK gezogen nachdem alle Behandlungsversuche wie WSR, Wurzelbehandlung, Wurzelrevisionen etc. nicht geholfen haben. Einige Zähne hatten lt. DVT eine Entzündung an der Wurzelspitze, bei den anderen war nichts zu sehen. Im Unterkiefer bin ich soweit schmerzfrei. Im rechten OK hatte ich zuerst eine WSR bei Zahn 16. Nach 3 Wochen argen Schmerzen hat man mir den Zahn endlich gezogen. Dabei ist der Knochen seitlich weggebrochen und eine trockene Alveole folgte. Danach erfolgte eine Revision bei Zahn 17. Die Schmerzen fingen nach der Revision an, hörten nie mehr auf und der Zahn wurde gezogen. Der Knochen wurde 2 mal nachgefräst, angeblich ist alles in Ordnung. Zuletzt wurde Zahn 15 gezogen da ich ich einen großen Druck im Zahn verspürte und das Zahnfleisch arg schmerzte. Seit 1 Jahr hab ich Schmerzen im Knochen wo die Zähne waren (Zahnfleisch ist wie geschwollen) bis außen zur Nase hin. Zahn 13 und 14 melden sich nun auch. Vor 1 Monat hatte ich eine Verkühlung und seitdem habe ich eine Sinusitis. Nun sind die Schmerzen fast nicht auszuhalten. Meine Frage wäre nun: Ist es doch der Trigeminus oder kann eine Sinusitis diese Schmerzen auslösen? Der Zahnarzt fühlt sich nicht mehr zuständig und der HNO sagt nein. Lt DVT und CT ist keine Entzündung zu sehen, die Drüsen rechts sind aber geschwollen. Außerdem sind alle Zähne und das Zahnfleisch im OK sehr empfindlich. Vielleicht wissen Sie einen Rat, ich verzweifle schon langsam.
    Vielen Dank Lisa

    1. Sie haben und hatten auch schon ewig lang Trigeminus, um genau zu sein: eine Trigeminus Neuropathie. Die muss behandelt werden und nicht die Zähne, das Zahnfleisch oder die Kieferhöhle.

      VG J. Wagner

  11. Nachtrag:
    Ich habe nicht erwähnt, dass ich im rechten OK 4 x eine Neuralgie hatte.

    Bitte den Namen nicht veröffentlichen. VIELEN DANK

  12. Sehr geehrter Herr Dr. Wagner!
    Ich hätte noch eine Frage zum Lidocainspray. Hier in Österreich gibt den nur mit Alkohol. Kann ich ihn trotzdem in die Nase sprühen?
    Vielen lieben Dank
    Lisa

  13. Hallo Herr Dr. Wagner,

    Im Dezember vergangenen Jahres wurde mir Zahn 36 extrahiert. Ich bin Zahntechnikerin und hatte nie Probleme mit meinen Zähnen, bis mir unglücklicherweise an besagtem 36 der eine grössere Füllung über Jahre hatte 2 Höcker wegbrachen. Darauf hin habe ich den Zahn für eine Vollkeramikkrone präparieren lassen – bekam diese auch ersteinmal provisorisch eingesetzt. Innerhalb küzester Zeit schmerzte der Zahn stark. Es folgte eine Wurzelbehandlung. Auch nach Wochen stellte sich keine Besserung ein. Dann wurde eine Revision an einem Kanal vorgenommen. Erneut vergingen Wochen es stellte sich auch dann keine Besserung ein. Ich suchte mir einen Spezialisten der dann unter OP Mirkoskop den Zahn erneut revidierte – diesesmal alle Kanäle. In der 2. Sitzung endeckte er einen Haarriss in einem der Kanäle. Danach erfolgte die Extraktion. Bis zu diesem Zeitpunkt verging 1 Jahr fast auschliesslich unter Schmerzen. Der Zahn wurde während der Extraktion in mehrere Stücke zerteilt. Wunheilung verlief ohne Probleme. Es bildete sich lediglich eine scharfe Kante am Kieferknochen die seit Januar unter dem Zahnfleisch schmerzte. Ich stellte mich in unserer Uniklinik Kieferchirurgie vor da ich eben seit längerem unter leichten bis mittelstarkem Schmerzen litt und diese Schmerzen seit ca 2 Wochen in starkes Ziehen an Region 35 und 37 und Schleimhautbrennen an diesem Bereich und Wange unerträglich wurden. Es wurde ein DVT gemacht und festgestellt das bis auf die scharfe Kante nichts ungewöhnliches zu erkennen ist. Diese Kante wurde mir vor einer Woche bei einem kurzen Eingriff geglättet. Die beschriebenen Schmerzen sind weiterhin dauerhaft nahezu ohne Unterbrechung vorhanden. Zum Abend hin verschlimmert sich der Zustand. Man gab mir eine Überweisung zu einem Neurologen mit Verdacht auf Trifeminusneuralgie. Ich habe auf Ihrer Seite Zahnfilm den Artikel über die Behandlung mit Lidocain in die Betroffene Schmerztegion gelesen. Führen Sie selbst eine solche Behandlung durch? Über eine Antwort wäre ich unheimlich dankbar.
    Viele Grüsse

    Susan Schröder

    1. Hallo Frau S.
      Die Länge der Dauerschmerzen und die Schmerzqualität „Brennen“ sind untrügliche Zeichen für ein neurologisches Geschehen. Brennen gibt es nur von Brennesseln oder einem geschädigten Nerv. Niemals vom erkrankten Zahn oder Zahnfleisch. Zur Behandlung: Bleibt das Schmerzniveau unter 5, rate ich zur lokalen Behandlung, alles darüber medikamentös.

      VG J. Wagner

      1. Hallo Herr Dr. Wagner,

        vielen Dank für ihre sehr schnelle Antwort. Verstehe ich Sie richtig, meinen Sie mit lokaler Behandlung eine mögliche „Neuraltherapie“ mit einem Lokalanästhetikum? Oder andernfalls Salben mit deren Inhaltsstoffen?
        Viele Grüsse
        Susan Schröder

        1. Lokal heißt: vom Patienten selbst eingebrachte Substanzen auf die Schleimhaut von Kiefer und Nase. In erster Linie Lidocaingel und -spray. Bei Brennen auch Clonazepam zum Lutschen und Speichel ausspucken.

          VG J. Wagner

          1. Guten Morgen Dr. Wagner,

            sie schreiben Clonazepam als Lutschtabletten – ich möchte mir diese gern von meinem Hausarzt verschreiben lassen – gibt es das denn überhaupt als Lutschtablette? Damit ich ihm genau sagen kann um welches es sich handelt.
            Vielen Dank und Grüsse

            Susan Schröder

          2. Hallo Frau Koenigin
            Ich verschreibe die 2mg Tabletten 100 Stück. Diese sind zu lutschen, aber der Speichel muss ausgespuckt werden, das Zeug legt Sie sonst lahm.
            VG J. Wagner

  14. Guten Tag,
    so vieles des hier beschriebenen kommt mir bekannt vor. Bei mir begann die Leidensgeschichte vor viereinhalb Jahren. Ich hatte immer wiederkehrende Zahnschmerzen unterschiedlicher Zähne, daraus folgten Wurzelbehandlungen und schließlich Extraktionen aller Backenzähne. Nun, nachdem alles teils mit Komplikationen verheilt war, bekam ich diese Schmerzen unter denen ich bis heute leide: meist im linken Oberkiefer im Bereich der entfernten Zähne ein mäßig bis extrem starkes Brennen. Alles in diesem Bereich fühlt sich Wund an. Phasenweise verschwinden die Schmerzen völlig oder sind nur als leichtes Kribbeln zu spüren. Aktuell bin ich in der 13. Woche schwanger und seit drei Tagen ist es unerträglich. Ich wäre um jede Hilfe dankbar! Es brennt und schmerzt fürchterlich.

    1. Hallo Frau F.
      Spontan würde ich zu Gabapentin hochdosiert raten. Dummerweise gibt es für Gabapentin leider keine eindeutige Freigabe in der Schwangerschaft. Was sicher geht ist: Amitriptylin, aber langsam von 5mg hochdosieren plus Tramadol 50mg.

      VG J. Wagner

  15. Hallo Herr Wagner,

    niemanden scheint die Ursache meiner Schmerzen zu finden und mir helfen zu können. Ich bin verzweifelt und meine Lebensqualität sinkt enorm. Ich mache nur noch das nötigste und isoliere mich.

    – Im Dezember 2017 wurde bei einer Röntgenkontrolle eine große Zyste an einem bereits wurzelbehandelten Zahn festgestellt (Eckzahn oben rechts). Der Zahn war bis dahin schmerzfrei und ich hatte keine Probleme.

    -Im Dezember 17 ließ ich beim Endodontologen unter Kofferdam und modernsten Bedingungen den Wurzelkanal erneut aufbereiten (1x Sitzung, 2 Kanäle, kein dritter vorhanden)

    – Ca. 2 Wochen später begannen die Schmerzen. Es ist ein dauerhafter brennen und Druck im betreffenden Zahngebiet. Der Schmerz strahlt enorm in den rechten Oberkiefer aus. Die ganze Muskulatur schmerzt. Klopftest ohne Befund. Keine eindeutigen Schmerzen beim kauen. Keine Schwellung.

    – Es folgte (leider, wie ich jetzt weiß) eine WSR im Januar 18 mit ähnlichem Verlauf. Nach ca 2 Wochen kamen die Schmerzen zurück. Druck, brennen im Oberkiefer/Zahn.

    – Ich suchte unzählige Male den Zahnarzt (2 verschiedene) und den Kieferchirurgen auf. Sämtliche Tests waren ohne Befund und es wurde gesagt, dass keine zahnbedingte Ursache zu finden ist. Auch nicht an den Nachbarzähnen. Niemand riet mir zum ziehen (Immerhin!)

    -Ibuprofen 600 (mehr habe ich mich n nicht getraut) oder Novalgin bringen keine/kaum schmerzlinderung. Allenfalls die Ausstrahlung in den Kiefer lässt minimal nach.

    – Ich wurde zum Neurologen geschickt, der eine Schädigung des Trigeminus vermutete. Untersucht wurde ich nicht. Er verschrieb mir Pregabalin 75/75/75. Ich vertrage es sehr gut, aber dies wirkt auch nicht wirklich. Ich habe das Gefühl, dass das brennen etwas nachlässt. Der starke Druck im Zahn fühlt sich dann jedoch stärker an und die Schmerzen im Kiefer bleiben und zermürben mich. Leider bekomme ich in den nächsten Monaten (!) bei dem Neurologen keinen Termin mehr.

    – Es wurde dann vermutete, dass ich stark knirsche und daher die Schmerzen kommen. Ich habe eine gut sitzende Zahnschiene und erhielt Rezepte für Physio für den Kiefer. Auch dies war wirkungslos.

    – Ich erbat mir dann testweise ein Antibiotika (Amox 1000, 3 mal am Tag, für eine Woche). Die Schmerzen ließen am 2 Tag etwas nach. Kehrten aber am 6. Einahmetag in voller Stärker zurück, trotz sehr genauer regelmäßiger Einnahme. Ich dachte zunächst, nun eine Entzündung bewiesen zu haben, aber die Rückkehr der Schmerzen während der Einnahme irritiert mich.

    – Aktuell habe ich also Schmerzen auf der kompletten rechten Seite des Oberkiefers die sich dumpf anfühlen, drücken, brennen und manchmal ziehen. Kauen verursacht keinen direkten Schmerz. Aber etwas später eine dumpfe Verstärkung des Drucks. Kein Schmerzmittel wirkt wirklich. Wärme lindert. Ich schlafe gut und Schlaf nutze ich aktuell um den Schmerz zu entgehen. Seit 2 Tagen habe ich das Gefühl, dass der darunter liegende Backenzahn (vorletzter Hinten) ebenfalls leicht schmerzt.

    Was könnte ich nun tun? Der Zahnarzt wird den Zahn nun ziehen wollen. Ich habe große Sorge, dass dies alles verschlimmern könnte. Ich brauche dringend einen Rat und bin sehr verzweifelt.

    Danke und viele Grüße
    Melanie

    1. Hallo Melanie,
      Sie erfüllen 80% der Kriterien einer Neuropathie des Trigeminus. Ich vermute, dass der Schmerz nachts weg ist. Wenn dem so ist, rate ich Ihnen zu Ihrem Hausarzt zu gehen, und um eine Kleinpackung Amitriptylin 10mg zu bitten, die sie zunächst nach dem Schema 0-0-1 einnehmen. Wenn das nach 2 Wochen keine Verbesserung bringt, melden Sie sich einfach noch mal.

      1. Vielen Dank für die schnelle Antwort. Ja ich merke nachts nichts von dem Schmerz. Oft schlafe ich um dem Schmerz zu entgehen. Häufig lässt er aber auch gegen 23 Uhr von selbst etwas nach. Der Nachmittag und frühe Abend ist am schlimmsten. Ich werde den Hausarzt um die Verschreibung bitten.

        -Was mache ich mit dem Pregabalin?
        – Gibt es irgendeine mögliche Erklärung für die kurze Besserung während der Antibiotikaeinnahme?
        – Muss ich die Medikamente dann für immer nehmen oder gibt es eine Chance das die Schmerzen auch ohne Weg bleiben?

        Danke und viele Grüße
        Melanie

        1. Das Pregabalin nehmen sie weiter, das macht sich immer gut in Kombination mit Amitriptylin. Das Verbesserungsphänomen beobachte ich öft insbesondere direkt nach einem chirurgischen Eingriff, aber auch kurzzeitig bei Antibiotika. Danach wird es typischerweise schlimmer. Mit Bakterien hat das eher nichts zu tun. Zunächst würde ich eine Medikation für 6 Monate planen.
          VG J. Wagner

        2. Hallo Melanie,
          wie geht es dir? Wenn ich das Lese glaube ich der Artikel stammt von mir? Ich würde mich sehr auf eine Antwort sehr freuen!

  16. Sehr geehrter Herr Wagner,

    Ihre guten Informationen deuten bei mir stark auf eine Neuropathie des Trigeminus hin.
    Ich habe vor ca. 1 Jahr ein Implantat Zahn 3/6 mit künstlichem Knochenaufbau bekommen, 3/7 fehlt. Die Sache hat sich entzündet und es hat sich eine Ziste gebildet, der ZA hat den Knochenaufbau wieder entfernt und meinte das Implantat könnte gerettet werden, nach ca. 4 Wochen hat sich die Sache beruhigt. Ich hatte aber dort schon die Nervenschmerzen, vor allem im OK. Das freilegen des Implantats brachte auch wieder Schmerzen über 2 Wochen, aber die Krone wurde gesetzt und es ich war seitdem ohne Beschwerden.
    Vor ca. 2 Monaten bei einer Kontrolle wurde am 3/5 Karies unter der Krone festgestellt, Die Karies war sehr nervnah und der ZA meinte man muss abwarten ob der Nerv das verkraftet. Unmittelbar nach der Betäubung bekam ich Dauerschmerzen, wechselnd zwischen OK und UK. Der ZA meinte ich sollte 1 WO abwarten, Schmerz blieb, dann Wurzelbeh., kurze Besserung, dann wieder gleiche Schmerzen, ZA meinte, sieht alles ok aus, das könnte schon mal 2 Monate dauern, nach 6 Wo habe ich es nicht mehr ausgehalten und entschieden den Zahn zu entfernen, es stellte sich heraus dass der Zahn einen Riss hatte und Teile der Wurzel schon mit dem Kiefer verbacken waren, es musste herausgefräst werden, leider gab es nur eine kurze Linderung der Schmerzen, dann wieder alles wie vorher. Laut Befund ZA ist kein anderer Zahn auffällig, er findet nichts für die Beschwerden, leider hat er auch noch nichts von der Neuropathie des Trigeminus gehört, sonst hätte ich mir den Zahn bestimmt nicht so schnell ziehen lassen.

    Beschreibung momentaner Schmerz.
    Tief und dumpf, teilweise stechen, Wechsel zwischen entweder OK oder UK, nachts Schmerzen erträglich, nur leichter Druck, im Laufe das Vormittages beginnt der Schmerz und steigert sich dann, Kauen verbessert teilweise den Schmerz, Schmerzmittel Ibuprofen helfen nicht.

    Ich vermute das die Problematik mit dem Implantat den Nerv sensibilisiert hat und der eher kleinere Eingriff mit der neuen Krone das Ganze wieder getriggert hat. Was ich auf ihrer Seite gelernt habe ist, bloß nicht weiter die Zahnbehandlung verfolgen, sondern es erstmal mit 10 mg Amitriptylin zu versuchen.

    Was ist ihr Meinung Herr Wagner? Deutet dass auf eine Neuropathie des Trigeminus hin?

    Danke und viele Grüße
    Franz

    1. Hallo Franz,
      Grob geschätzt erfüllen Sie 95% der Kriterien für eine TNP. Das rechtfertigt einen Behandlungsversuch mit 10mg Amitriptylin, zunächst für 3 Wochen, a) um die Diagnose zu sichern und b) den langsamen Aufbau der Wirksamkeit des Mittels abzuwarten.
      VG J. Wagner

      1. Hallo Herr Wagner,

        vielen Dank für die schnelle Antwort, ich werde so verfahren.

        Was mich immer wieder irritiert, ist dass der Schmerz so springt und das z.B. wirklich bestimmte Zähne wehtun. Aber da muss ich meine Gedanken wohl mehr in Richtung TNP ausrichten.

        VG, Franz

  17. Sehr geehrter Herr Dr. Wagner,
    seit 6 Monaten habe ich ein andauerndesehr Druckgefühl zwischen zwei Zähnen im linken OK. Im Dezember letzten Jahres hatte ich eine starke Sinusitus mit Zahnschmerzen im linken OK.Der Zahnarzt diagnostizierte eine Mukozele. Der Backenzahn wurde mir daraufhin gezogen. Seitdem Schmerzen und Brennen der linken Gesichtshälfte und Druckgefühl im Zahnzwischenraum der zwei zähne vor dem gezogenem Zahn. Nehme seit einer Woche Gabapentin 1-0-2 .bis jetzt keine Wirkung. Wie lange dauert es,bis die Wirkung eintritt?Soll bis auf 600mg pro Tag das gabapentin steigern.
    Mit freundlichen Grüßen
    Tine

  18. Sehr geehrter Herr Wagner,
    aufgrund anhaltender ziehender Zahnschmerzen ohne Befund bin ich langsam am verzweifeln und habe nun Ihre Seite gefunden. Was Sie beschreiben, trifft tatsächlich auf mich zu, daher würde ich Ihnen gerne meinen Fall schildern (vorab möchte ich mich für die Länge entschuldigen, aber vielleicht helfen all die Details bei der Einschätzung).
    Die Vorgeschichte:

    – August 2017: Ich habe spät abends ungünstig auf eine steinharte Erdnuss gebissen und mir dabei ein sehr großes Stück vom 1.6 rausgebrochen
    – Zahnarzt hat am nächsten Morgen einen Kältetest durchgeführt > Zahn vital
    – Zahn hatte auch tiefe Karies, die entfernt wurde und anschließend wurde und eine großflächige Kompositfüllung gemacht
    – Am Behandlungstag: keine Schmerzen, am Tag darauf: starkes Ziehen (dachte aber das sei normal)
    – Seitdem (mittlerweile seit rund 10 Monaten) immer wieder ziehende Schmerzen im rechten Oberkiefer, besonders nach dem Genuss von Wein und Sekt (keine genaue Lokalisierung möglich, Schmerz wandert). Nachts keine Schmerzen, nehmen im Tagesverlauf bis zum Abend hin zu.

    – März 2018: Am 1.7 wurde tiefe Karies unter einer bestehenden Füllung festgestellt und als möglicher Reizauslöser gedeutet. Karies wurde entfernt, Zahn mit Kompositfüllung verschlossen.
    – kurzzeitige Besserung, ich konnte sogar wieder Wein ohne Beschweden trinken

    – April 2018: Ziehende Schmerzen kamen wieder, wanderten zwischen 1.6, 1.7 und 1.8 hin und her. Klopftest an allen Zähnen unauffällig, Vitalitätstest normal, keine Auffälligkeiten im Röntgenbild.

    – Mai 2018: Ich hatte das Gefühl als gäbe es einen Defekt im Zwischenraum zwischen 1.5 und 1.6. Wenn ich mit dem Fingernagel nachgespürt habe, hat dies den Schmerz verstärkt. Also wieder zum Zahnarzt.
    – Zahnarzt stellt fest, dass tatsächlich auch eine Ecke von 1.5 abgebrochen war (vielleicht ebenfall durch die Ednuss im August 2017?!) und die Füllung (Komposit) erneuert werden sollte, ebenfalls Karies unter der Füllung. Hatte trotz Betäubung beim Bohren Schmerzen und das Gefühl als wäre eine Nadel in meinem Zahn. Geblutet hat es auch. Dachte aber das sei normal, habe aber jetzt Angst dass der Zahnarzt in den Nerv hineingebohrt hat?!

    – Nach der Behandlung und nach Nachlassen der Betäubung: Extrem starke Schmerzen, IBU 600 und Wange gekühlt, über Nacht trat Besserung ein. Hatte danach die Hoffnung, dass diese extreme Nervreaktion ein Hinweis darauf sein könnte, den Schuldigen gefunden zu haben.
    – An den Folgetagen nur noch leichte Schmerzen bei körperlicher Anstrengung, schließlich keine Schmerzen am 1.5 mehr. Ziehende, diffuse Zahnschmerzen blieben weiterhin bestehen.

    – 1 Woche nach der 1.5-Behandlung, anhaltend bis heute (Juni 2018, also seit 1 Woche): Eines Nachts auf einmal starke ziehende Schmerzen, die sich wieder beruhigt haben. Seitdem Schmerzen beim Hinlegen am 1.5, die sich aber im Laufe der Nacht immer wieder beruhigen. Nach wie vor: KEIN Pochen, KEINE Aufbissempfindlichkeit.

    – Juni 2018: Erstmals starkes Ziehen in beiden Schneidezähnen, das v.a. durch Wärme gelindert wird. Bisher kein Röntgenbild, Arzt meint der Schmerz vom 1.5 strahlt aus. Ich habe immer ENTWEDER die Schneidezahnschmerzen ODER die seitlichen ziehenden Schmerzen (die sich aktuell auf den 1.5 konzentrieren und nicht mehr so stark wandern wie vorher)

    Ich war nun schon bei 6 verschiedenen Zahnärzten und beim HNO. Zig Mal Klopf- und Vitalitäts, alles unauffällig. Freiliegende Zahnhälse mehrmals mit Duraphat und mit „festem“ Lack versiegelt. Vermutung: Gereizter Nerv, der sich beruhigen muss. Ich dachte wenn der Zahn nun „dicht“ ist, müsste er sich ja beruhigen. Aber der Nerv lässt sich immer wieder neu reizen, wenn ich nur schon mit dem Fingernagel in den Zwischenraum 1.5/1.6 gehe. Empfindliche Zahnhälse schließe ich aus, da selbst eiskaltes Wasser nicht wehtut und der Schmerz nicht blitzartig, sondern dauerhaft ist.

    Ich weiß nicht mehr weiter. Übermorgen habe ich nochmal einen Termin bei einem sehr akuraten Zahnarzt. Im Grunde glaube nach wie vor, dass der Schmerz vom Zahn ausgeht, da er sich durch äußere Reize (mit dem Fingernagel oder der Zunge in den Zahnzwischenraum gehen / Wein / Süße Getränke) hervorrufen lässt. Bis vor 2 Wochen hatte ich immer den 1.6 im Verdacht da die Schmerzen bestehen seit dieser abgebrochen und behandelt wurde. Seit der 1.5 gemacht wurde konzentrieren sich die Beschwerden aber zunehmend auf diesen so dass ich vermute dass er ausstrahlt.
    Habe vor ca 1 Std. erstmals 20 Tropfen Novalgin genommen, der Schmerz hat nun leicht nachgelassen.

    Ich wäre für jede Hilfe dankbar.
    P.S.: Ich wohne in der Nähe von Leverkusen, könnte also auch in Ihre Praxis kommen…

    1. Wir unterscheiden den nociceptiven (durch Schäden im Ortsgewebe) vom neuropathischen (durch Schäden der Schmerzleitung) Schmerz. Sie scheinen beide mit einem Überwiegen der neuropathischen Komponente zu haben. Neuropathisch ist eindeutig das Ziehen in den Schneidezähnen, die Verbesserung durch Wärme, die Besserung der Schmerzen nachts und der Schmerz im Zahnzwischenraum. Empfehlung: Anbehandeln mit Amitriptylin 10mg pro Tag. Kontrolle nach 4 Wochen, keine weiteren Zahnbehandlungen!
      VG J. Wagner

  19. Hallo Dr. Wagner,

    ich wende mich nochmals an Sie, da ich nach 5 Wöchigen oralen Behandlung mit 3 x 2mg Clonazepam Anwendung keine signifikante Besserung erfahren habe. Ich habe es dann letzte Woche Montag das letzte Mal angewendet und seit dem nicht mehr. Seit Donnerstag habe ich extem innere Unruhe und Angstzustände. Ist es möglich das trotz Speichel ausspucken – Wirkstoffe über die Mundschleimhaut in den Körper gelangt sind und sich jetzt soetwas wie Entzugssymptome zeigen? Ich habe was die Schmerzen angeht auch nur vermindert Besserung erfahren und würde gern Amitriptylin und Pregabalin ausprobieren, habe jedoch großen Respekt vor diesen Medikamenten. Zu welcher Dosis raten Sie mir?
    Ich möchte es sehr vorsichtig angehen. Schmerzintensität nach wie vor unter 5.
    Für Ihren Rat wäre ich nochmals sehr dankbar.
    Freudliche Grüsse
    Susan Schröder

    1. Clonazepam ist für sie ungeeignet. Das funktioniert entweder sofort oder gar nicht. Amitriptylin sollten Sie mit einer halben Tablette 0 – 0 – 1/2 beginnen, Pregabalin 1 – 0 – 1.

      VG J. Wagner

  20. Sehr geehrter Herr Dr. Wagner
    Ich hoffe sie können mir weiter helfen oder zumindest sagen was ich habe denn ich bin am verzweifeln.
    Mein Leidensweg fing im Juli 2017 an da würden mir die letzten zwei weißheitszähne chirurgisch entfernt beide waren noch im zahnfleisch drinnen bei dem links unten sag das zahnfleisch immer leicht geschwollen aus und legte sich nicht mehr so zurück zum zahn wie es sein sollte. Bei dem rechts oben blieb die Wunde offen ich spülte wie eine irre nach jedem essen mit Listerine weil ich Angst hatte das Speisereste stecken bleiben. Rechts oben langte ich immer mit der Zunge in das Loch um zu fühlen ob ich Speisereste drinnen habe.
    Ich ging öfter zum kieferchirurgen aber der fand nix sah alles gut an am September 2017 langte ich rechts oben wie des öfteren wieder mit der Zunge hin danach bekam ich plötzlich schmerzen die nach ca einer Stunde aufhörten. Am nächsten Tag wachte ich auf und hatte plötzlich zahnschmerzen an den zwei kleinen schneidezähnen ab da fing alles richtig an. Ein Schneidezahn war schon wurzelbehandelt worden vor 10 Jahren der andere nicht. Ich ging zum zahnarzt 6 wochenlang weil er nix fand nix komischerweise fing mein zahnfleisch zu schmerzen an an allen 4 enden wo die weißheitszähne waren um so öfter ich ging um so schlimmer die schmerzen es breitete sich immer mehr aus. am röngten nix beim Kälte test auch nicht in der 7 Woche machte er eine wurzelbehandlung bei den einen schneidezahn. Zwei Tage später bekam ich eine entzündung zu guter letzt bekam ich bei beiden kleinen schneidezähnen eine WSR im Dezember 2017 ich habe nach wie vor Schmerzen es fühlt sich an wie wundschmerzen bei der wurzelspitze wenn mir mehr der rechte schneidezahn weh tut verspüre ich hinten rechts oben und unten an den stellen wo die weißheitszähne waren einen oberflächlichen dumpfen Schmerz. Ist es der linke schneidezahn dann das selbe hinten links. Ich war bei sämtlichen zahnärtzten und kieferchirurgen keiner findet was es sei alles ok. Ich hatte einen Ultraschall ich war beim HNO und bei einer Neurologin nichts. Ich hatte ein Ober und Unterkiefer Mrt nix zu sehen. Ich hatte ein Gehirn mrt Triminigusneuralgie kein befund. Ich bin am verzweifeln habe jeden Tag schmerzen außer nachts wenn ich schlafe. Habe jetzt im August einen Termin bei der Schmerzambulanz mal sehen. Vielleicht können sie mir bitte bitte bitte sagen was ich haben könnte.
    Ich bin am verzweifeln ich bin jetzt 32 mein freund und ich hätten für nächstes Jahr geplant an einem Baby zu basteln. Wenn ich die schmerzen aber nie wieder los werde würde es mir das Herz brechen denn es würde für mich bedeutet das ich kein Baby bekommen sollte. Also bitte Herr Dr Wagner helfen sie mir
    Danke
    LG Nicole

    1. Sieht für mich eindeutig nach TNP (Trig.Neuropathie) aus. Wenn nachts der Schmerz weg ist, dann liegt es nicht am Zahnfleisch und nicht an den Zähnen. Die gehäuften chirurgischen Maßnahmen der letzten Zeit (Weisheitszähne, WSRs) haben den Schmerz getriggert, das bedeutet nicht verursacht, aber angestoßen. Jetzt gilt es, auf keinen Fall neue zahnmedizinisch / chirurgische Maßnahmen zuzulassen. Egal mit welcher Begründung. Das gilt auch für Bohrarbeiten. Wenn Ihr Schmerz im Durchschnitt stärker ist als 5 auf der Skala 0 bis 10, brauchen Sie außerdem pharmakologische Hilfe. Wenn niedriger, dann reicht ein Xylocain Spray in die Nasenlöcher, gibt es rezeptfrei.

      VG J. Wagner

      1. Danke für ihre Antwort
        Die Schmerzskala ist unterschiedlich an manchen Tagen eine 4 an manchen eine 7.
        Eine letzte Frage hätte ich bitte noch verschwinden die schmerzen von selbst ganzheitlich oder bleiben mir die schmezen auf die dauer?
        Vielen lieben dank
        LG Nicole

        1. Bei Ihnen stehen die Chancen 60:40 für eine spontane Heilung. Die Voraussetzung ist, dass keine zahnmedizinischen Eingriffe in dem Gebiet vorgenommen werden. Dazu zählen auch Füllungen und Kronen, Implantate sind ausgenommen. Und eine angepasste antineuropathische Medikation solange der Pegel zu hoch ist.
          VG J. Wagner

  21. Sehr geehrter Herr Wagner ich hatte Ihnen schon mehrmals geschrieben per Email und im Forum bisher erhielt ich keine Antwort, haben Sie mich vergessen? LG jule

  22. Sehr geehrter Herr Dr. Wagner!
    Ich habe ihre Website aufmerksam gelesen und diese hat mir so sehr geholfen. Ich danke Ihnen.
    Ich bin 37 Jahre, ich leide seit ich denken kann, an Schmerzen an den Zähnen. Überempfindlichkeit, unerklärliche Schmerzen und immer ohne Befund.
    Ich bin starke Zahnpresserin, trage seit 10 Jahren (mit Pausen) eine Schiene in der Nacht. Pressen tue ich einmal mehr, einmal weniger. Meine letzte Zahnbehandlung war vor 12 Jahren unter Vollnarkose, da ich eine Dentalphobie habe. Alle Amalgamfüllungen wurden damals entfernt und ein Zahn wurzelbehandelt, nachdem dieser zu Tode gebohrt wurde (Das war auch der Beginn für meine Zahnartangst, denn ich wurde am Sessel festgehalten und habe geschrien vor Schmerzen).
    Danach immer wieder mal Schmerzen bei verschiedenen Zähnen. Ich bekam wieder mal eine Zahnschiene und wurde dann weggeschickt.
    Dann vor ca. 5 Jahren fing der Frontzahn an zu schmerzen, unerträglich. Ich trug zu diesem Zeitpunkt, keine Zahnschiene. Der Zahnarzt wollte eine Wurzelbehandlung machen, die ich natürlich verneint habe. Ich bekam eine neue Schiene. Der Zahn beruhigte sich nach einem halben Jahr. Ich denke er war durch das Pressen und eventuelle Knirschen traumatisiert.
    Dann immer wieder leichtes Zwicken und Zwacken in den Zähnen. Aber ich konnte damit gut leben. Pressen tat ich auch nicht wirklich viel und so vergingen die Jahre und ich gab mich meinem Schicksal hin. Schmerzempfindliche Zähne.
    Vor 17 Monaten fing mein Leidensweg erneut an, diesesmal jedoch in sehr schlimmen Ausmaß. Ich war im 9. Monat schwanger. Auf einmal fing mein, vor 12 Jahren, wurzelbehandelter Zahn 4/6 an zu schmerzen. Mit Homöopathie und Schüssler bekam ich es in den Griff. Dann 2 Monate Ruhe. Dann wieder der Zahn 4/6, dumpfer Schmerz, bis in die Ohren. Schmerzen ohne Ende, wenn ich Stress hatte, reagierte er, wenn ich radfahren war, reagierte er.
    4 Zahnärzte, gleiche Meinung, ohne Befund. Alles in Ordnung und dieser besagte Zahn könnte nicht mehr reagieren. Punkt.
    Einen Tag hatte ich mal Ruhe, am nächsten Tag dann wieder einmal Hölle und zurück. Schmerzmittel keine Hilfe und auf Dauer auch für meinen Magen der pure Alptraum, trotz Magenschutzes.
    Ich verlagerte meine Bisskraft auf die linke Seite und aß nur noch dort. Bis Zahn 2/6 anfing zu schmerzen. Er reagierte auf Essen, auf warme Speisen und fing dann auch mal so an zu ziehen, danach folgten Schmerzen wie bei einer Zahnfleischentzündung ohne irgendeiner Rötung, dann auf einmal Druck auf Kiefer, Brennen und so weiter … Der Zahnarzt fand natürlich nichts, außer einen minimal freiliegenden Zahnhals.
    Dann aß ich nur noch ganz links hinten, quasi am Zahnfleisch. Dadurch habe ich mein gesamtes Kiefer irgendwie beleidigt. Jetzt esse ich nur mehr flüssig. Ich habe 11 kg abgenommen, habe jeden Tag Angst aufzustehen und wieder solche Schmerzen zu haben. Einmal ist es Zahn 2/6, dann Kieferschmerzen, dann wieder mal ein einzelner Zahn, Ohrenrauschen, Zahn 4/6, Schmerzen bis in die Ohren und so weiter … Ich hatte nie Schmerzen in der Nacht, heute das erste Mal. Aber es war im Kiefergelenk. Nicht schlimm, aber es tat weh. Sonst bin ich immer gut geschlafen. Ich bin schon komplett angespannt weil ich immer weiß, jeden Moment kommt wieder der Schmerz und niemand kann mir helfen. Auch keine Kieferübungen und Entspannungsübungen. Dann bin ich noch mehr angespannt und mein Kiefer auch. Das reizt wieder meine Nerven und die Zähne fangen wieder an. Ein Kreislauf von Schmerzen. Lebensqualität gleich null.
    Ich bin am Ende meiner Kräfte und hoffe auf einen Rat von Ihnen.
    Vielen Dank und LG aus Österreich

    1. Hallo Frau B.W.
      Eins scheint sicher zu sein: Die Schmerzen kommen nicht daher, wo Sie sie spüren. Soll bedeuten: Es sind nicht die Zähne 26 und 46, sondern der Ort wo sich das Drama abspielt ist Ihr Trigeminus. Zahnärzte können in dieser Situation nichts verbessern, sondern nur verschlimmern. Sie brauchen eine antineuropathische Medikation, auf Dauer. Fangen Sie zunächst mit 10mg pro Tag Amitritpylin an. Wenn das nach 2 Wochen wenig Wirkung zeigt, kommen weitere Medikamente dazu.
      VG J. Wagner

  23. Hallo Herr Dr. Wagner,

    ich komme gerade vom Zahnarzt – ohne Befund. Ich habe seit einiger Zeit (meist kurz vor der Regelblutung oder nach Erkältungen ) starkes, sehr unangenehmes Druckgefühl im linken Oberkiefer (Wangenknochen), wo ich einen wurzelbehandelten Zahn habe. Es fühlt sich wund an, wie geschwollen, zieht über die ganze Seite, manchmal hoch zum Auge und runter zu den Seitensträngen, manchmal Taubheitsgefühle im Wangenbereich. Klopftest, Aufbeißtest, Kältetest – alles unauffällig. Ich habe eher den Eindruck, dass es durch Gegendruck besser wird. Ich habe eine Aufbissschiene für nachts, trage die aber nur ungern, weil ich das Gefühl habe, dass der Druck dadurch stärker wird. Ich stille noch, weshalb ich kaum Medikamente nehmen kann. Haben Sie eine Idee, was das sein kann und was mir helfen könnte?

    Herzliche Grüße
    Jeannie

    1. Hallo Jeannie,
      Sie haben es selber geschrieben „bei Gegendruck besser“. Das kann nicht vom Zahn oder Zahnfleisch kommen. Meine Empfehlung: Kaugummi

      VG J. Wagner

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