Implantate

Implantate = Künstliche Zahnwurzeln

Unsere Erfahrungen mit Implantaten reichen 15 Jahre zurück. Alles begann mit den sogenanntenn MIMI®-Flapless Miniimplantaten der Firma Champions Implants. Damit haben wir am Anfang totale Prothesen im zahnlosen Unterkiefer stabilisiert. Der große Vorzug dieses Systems war das minimal invasive Verfahren. Das bedeutete, dass ohne Schnitt im Zahnfleisch die kleinen Titanschrauben durch das Zahnfleisch direkt in den Kieferknochen geschraubt werden konnten. Die Erfolgsquote damit war recht hoch, ca. 95 %. Es gab nach meiner Erinnerung nur eine bakterielle Infektion trotz der Vielzahl der Fälle.  Nachteilig an dem System war, dass damit keine schönen Frontzahn Implantate machbar waren, dafür hatten sie zu kleine Durchmesser.

Etwa 2010 führten wir die Implantate des Herstellers Camlog ein. Der Kieferchirurg unseres Vertrauens (heute die Praxis Becht & Lippertz), der für uns die schwierigen Implantat Fälle löst, empfahl uns, auf Camlog zu wechseln. Und in der Tat hat dieser Hersteller ein sehr großes Angebot an unterschiedlichsten Titanimplantaten, mit denen man alle Fälle abdecken kann. Und bis vor 3 Jahren haben wir mit gutem Erfolg diese Produkte eingesetzt. Der wesentliche Nachteil von Camlog ist aber, das jedes Teil, ob Implantat, Aufbau oder  Minischraube (z.B. zum vorübergehenden Verschließen von 2-teiligen Implantaten) mit horrenden Kosten verbunden ist. So betragen die Materialkosten für ein komplettes Implantat mit allen erforderlichen Einzelteilen schnell mal Euro 500,– . Dazu kommen die Kosten für die Werkzeuge, Laborimplantate und Versand. Da wir uns bemühen, die Gesamtkosten für das Implantat in einem  überschaubaren Rahmen zu halten, haben wir 2013 nach dem (wiederholten) Besuch einer einwöchigen Fortbildungsveranstaltung mit 35 Vortragenden (Professoren und niedergelassenen Implantologen) beschlossen, zukünftig auf einen deutschen Hersteller mit deutlich besseren Preisen zu setzen.

Frisch gesetztes Implantat an der Stelle des Zahns 25. Die Verschlussschraube fehlt und der Schleimhautlappen muss noch zugenäht werden.

Die Firma heißt Medentis und vertreibt die Titan Implantate unter dem Markennamen ICX. Zwischen den Produkten von Camlog und ICX gibt es keine großen Unterschiede. Beide haben vergleichbare Durchmesser und Längen der Titanschrauben im Programm. Die Beschichtung der Oberfläche von ICX ist mehrfach von neutralen Stellen überprüft und für gut befunden worden. Das ist auch ablesbar an den Erfolgsquoten, die wir mit ICX in der Praxis erzielen. Bakterielle Entzündungen nach dem Implantieren sind eine absolute Seltenheit.  Trotzdem musste 2015 ein Implantat wegen Schmerzen nach 10 Tagen wieder entfernt werden. 2017 lockerte sich ein Implantat vorzeitig. Die aktuelle Erfolgsquote liegt bei etwa 95%.  Wer mit 100% Quote wirbt, ist unehrlich.

Wichtig ist eine sorgfältige Planung. Eine kritische Stelle im Mund ist die Kieferhöhle, also der Bereich, den die Zähne 5, 6, und 7 im Oberkiefer haben. Hier kommt es oft zu einem erheblichen Knochenabbau, die das Einsetzen eines Implantates erschwert. Wenn aber dort aus verschiedenen Gründen unbedingt implantiert werden soll, bieten wir den sogenannten „externen Sinuslift“ an. Dabei