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Wurzelbehandlung und Zahnlücken  

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Sabine Monaco
(@sabine-monaco)
New Member
Beigetreten: 1 Jahr zuvor
Beiträge: 1
16/11/2019 11:34 pm  

Hallo,

ich bin so froh, dieses Forum gefunden zu haben. Ich weiß gar nicht, wie oft ich nach den Schlagworten “Trigeminusneuralgie und Zahnarzt” gegoogelt habe, aber nur Werbung angezeigt wurde.

Zu mir:  ungefähr 1984 wurde der vorletzte Backenzahn rechts oben wurzelbehandelt und etwa 4 Jahre später eine WSR gemacht. Seitdem hatte ich immer mal wieder diesen blitzartigen Schmerz im Oberkiefer, unerträglich, aber nur Sekundenbruchteile lang. 
Seit etwa 15 Jahren habe ich Migräne, ohne Aura. Seit ich Triptane nehme, kann ich damit leben. Ich bin 56 Jahre alt und die Anfälle werden seltener. Die Neurologin sagte mir, dass der blitzartige Schmerz wohl vom Trigeminus kommt.

jetzt kommt eine lange Vorgeschichte, von der ich glaube, dass sie mit meine jetzigen Problemen zu tun hat.

2009 hatte ich eine Gürtelrose im Gesicht linksseitig, die schnell behandelt wurde.

2018 kam ich am letzten Ferientag auf Norderney für 5 Tage ins ins Krankenhaus wegen extremsten Schwindel. Dort bekam ich Cortison. Zurück in München wurde eine Neuropathie des Nerven, der das rechte Gleichgewichtsorgan versorgt diagnostiziert. 
Seit Sommer 2019 habe ich einen Tinnitus rechtsseitig. 

Jetzt zum eigentlichen Problem: 

Ende August begann es  Rechts oben im Bereich Schläfe/Oberkiefer mit dem, was ich “Anklopfen” nenne. Das ist seit der Wurzelbehandlung am Backenzahn die Ankündigung für den einschießenden Schmerz. Der Schmerz kam dann nicht In der Stärke, wie sonst(10 von 10), sondern bis zu 6. Am Wochenende landete ich in einer Notfallpraxis in München. Ich konnte gar nicht sagen, ob und welcher Zahn weh tut. Es würde erstmal der drittletzte Zahn rechts oben wurzelbehandelt und weil es weiterhin weh tat, mehrmals nachbehandelt. Außerdem wurde schon bei der ersten Röntgenaufnahme entdeckt, dass der Backenzahn mit der WSR daneben entzündet ist. Er wurde gezogen. Die Schmerzen wurden seltener. Endlich bekam ich den Termin bei der Neurologin, die mir 3 mal ttäglich 300 mg  Gabapentin verschrieben hat. Außerdem solle ich die Zahnbehandlung sofort abbrechen. Es war eine Wurzelbehandlung Backenzahn links unten wegen Entzündung vorgesehen.
Außerdem wurde vor ca. 5 Jahren der viertletzte Zahn rechts oben gezogen, weil er    tief gespalten und eine Seite abgebrochen war. Ich hatte ein Provisorium, weil ich wegen dem einschießenden Schmerz zu große Angst hatte, an der Stelle überhaupt etwas machen zu lassen. 

Seit Anfang November hatte ich keine Schmerzen mehr. 
Vorletzte Nacht wachte ich mit oder wegen Schmerzen im frisch wurzelbehandelten Zahn auf.  
Weil ich weiß, wie intensiv der Schmerz werden kann, war ich seit Beginn des Zahnbehandlungen in Panik. Als das Gabapentin wirkte beruhigte ich mich etwas. Am liebsten würde ich die Zahnlücken so lassen. 
Die Zahnärztin, die mich behandelt hat ist bzgl. Trigeminusneuralgie ahnungslos. Da in der Praxis viele Ärzte arbeiten, ist sie anscheinend auf Wurzelbehandlungen spezialisiert. Mein Eindruck war, das sie das gut macht. Der Wurzelkanal wurde unter einer Lupe angeschaut, um keine Seitenkanäle zu übersehen. Aber wie kann ich als Laie das beurteilen? Die Praxis wirkt wie eine Fabrik. 
Bei einer der Nachbehandlungen war ich wegen Schmerzen ohne Termin gekommen und bei einem Kollegen. Der säuberte den Wurzelkanal nochmal und meinte, es brauche keine Betäubung, es könne nichts wehtun. Es war dann so, als ob er mir eine Nadel reingerannt hätte. 
Vielleicht beruhigt sich der Zahn ja wieder. Wenn aber nicht, was soll ich tun? 
mich habe immer wieder gelesen, dass Dr. Wagner vor Kunststofffüllungen warnt. Ich habe keine Ahnung, wie die Wurzelfüllung gemacht wurde. Worauf muss ich achten?

Müssen die Zahnlücken geschlossen werden und wann? 
Gibt es Alternativen zu einer Wurzelbehandlung des Zahns auf der linken Seite und ab wann kann das gemacht werden?

Kann jemand einen Zahnarzt in München oder Umgebung empfehlen? 

Lieber Dr. Wagner, vielleicht kennen Sie einen Kollegen in München. Ansonsten würde ich gerne mit Ihnen Skypen. Welche Unterlagen, Dokumente, Röntgenbilder brauchen Sie dann?

Viel Grüße 

Sabine Monaco

 

 

 


Zitat
Joachim Wagner
(@joachim-wagner)
Mitglied Admin
Beigetreten: 4 Jahren zuvor
Beiträge: 77
19/11/2019 11:37 am  

Hallo,

hört sich für mich nach einer ziemlich typischen Neuropathie des Trigeminus 2. Ast rechts an. Die Vorgeschichte mit Herpes Zoster und Migräne legen das beide nahe.

Wie Sie schon selber erkannt haben, sind 99% aller Zahnärzte für diesen Fall völlig unvorbereitet. Sie wissen nicht, was sie tun, wenn sie zum x-ten Mal mit der Endo Feile in einen "toten" Wurzelkanal gehen. Ihre Beschreibung von stärkstem Schmerz deckt sich mit meinen Beobachtungen.

Der Neurologe hat recht: Abbruch der Behandlung beim Zahnarzt! Jahrelang! Was den Wurzelbehandlungszahn angeht: Sofort eine schonende Wurzelfüllung, damit ist Zinkoxid - Eugenol gemeint. Das Produkt heißt Endomethasone. Keine weiteren Versuche. Auch diese Füllung gibt immer eine Schmerzverschlimmerung, nach 6 Wochen ist aber Ruhe.

Die Lücken bleiben genau so, wie sie sind. Jedenfalls solange der Dauerschmerz nicht deutlich unter 4 liegt.

 

VG J. Wagner

 


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