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Neuropathische Schmerzen oder Sinusitis  

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Lucas Louis
(@lucas)
New Member
Beigetreten: 1 Jahr zuvor
Beiträge: 1
15/08/2019 5:39 pm  

Sehr geehrter Herr Dr. Wagner,

Ihre Internetseite habe ich gründlich studiert und finde mich im vielen Punkte wieder.

Kurz zu meiner Geschichte. Nach Zahnex des mehrfach resizierten Zahnes 26, der folgenden MAV Deckung und der Ex von 27 habe ich dumpfe Dauerschmerzen ( meist um Stärke 8 auf der Skala, nachts kann ich natürlich schlafen). Die Schmerzen sind im betreffenden Bereich durch Druck am Zahnfleisch auslösbar.
Sie reagieren sonst auf nichts außer von Bund wieder auf Nasendusche (mal positiv mal negativ). Manchmal befinden sie sich gefühlt in der Kieferhöhle, oder im Unterkiefer  (dann spitz). Manchmal drückt es unter der Krone 25.

Ibu und Co. helfen nicht. Plaexia in 200 g 1-0-1 in Kombi mit Paracetamol haben etwas geholfen.

Da ich mich für einigermaßen (!) ausgeschlafen halte, habe ich sofort eins und eins zusammengezählt und mich in Ihren Beschreibungen wiedergefunden. Allerdings geben mit zwei Sachen zu denken. Die gezogenen Zähne würde ich mir wieder ziehen lassen, sie waren vereitert und haben sich gerne in die Kieferhöhle entleert. Die Entzündung am Zahnfleisch und Wurzel war definitiv da, Gestank und Bakterien auch.

Ich habe seit Jahren nur auf dieser Seite Kieferhöhlenentzündungen. Ein Fenster zum Nasengang wurde angelegt, die Belüftung ist ok.

Mein HNO/mkg Arzt hat sehr schnell auf den Nerv getippt, zumal das Augenlied zuckt und teilweise Druckschmerz neben dem Kinn auftritt. Er ist ein Arzt der alten Schule und hat gesagt, ich solle mich bloß nicht operieren lassen, ich würde dem Nerv damit den Rest geben. Spritzen an den Nerv durch das Kiefergelenk mit tramal haben manchmal kurzen Erfolg.Trotz all dem sagt er dass es nicht sein kann, dass am Boden der Kieferhöhle trotz Belüftung erneut chronisch entzündetes Gewebe auf dem Dvt zu sehen ist. Er selbst hatte eine verdächtigte Mokuzele durch die Nase entfernt und den Kiefer zu schonen. Biopsie ohne Befund. nasonex wurde verabreicht.

Am damals teilweise freiliegenden ehem. Zahn 27 war der Knochen von einer Paradontis geschrumpft. Nach der Zahnex 27 ging es für 3 Tage besser, dann kam der Schmerz in anderer Form zurück. die Heilung der Mav regio 26 verlief seltsam. Angebliche Wundheilungsstörung laut Zahnarzt. Kürretagen usw brachten alles schlimmer.

Zwei Unikliniken wollten nun osteplastisch operieren, ich war so matt dass ich fast zugestimmt hätte, aber irgendwie passt das Bild nicht zusammen. Alle Ärzte sagten mir auch, dass eine Sinuistis keine Schmerzen machen darf, die erst auf Opiate ansprechen. Eine etwaige Mikro MAV war auch noch im Spiel ( weder sondierbar noch Nasenblasversuch positiv). 

Der Schmerztherapeut, den ich aufgesucht habe, hat bei mir kinesiologisch auf Entzündung im Kieferknochen getestet und mor gegen die schmerzen Antibiotika und naturheilkundliche Entzündubgshemmer schlagen nicht an. Ich habe nachts oft Hitze und kalten Schweiß. Manchmal glaube ich morgens eine Schwellung zu sehen. Fühle mich ganztägig Abgeschlagen und entzündet. Rantes und Mercaptan werte waren deutlich erhöht.

Kurz gefragt....wie ist in diesem Fall weiter vorzugehen. Ist die Sinuistis zufällig neben der Neuropathie da und überlagert das Problem? 


Zitat
Joachim Wagner
(@joachim-wagner)
Mitglied Admin
Beigetreten: 4 Jahren zuvor
Beiträge: 77
20/08/2019 8:30 am  

Mit einer Stärke von 8 auf der Skala 0 bis 10 haben Sie ein schweres und eindeutiges neuropathisches Problem. Sehr übel.

Was die WSR-Zähne angeht: Die WSR ist sowieso schlecht wegen ihrer bescheidenen 5-Jahres Überlebensquote bei Normalpatienten! Bei Neuropathikern: Raus, je schneller, desto besser.

Die MAV

Sie kommt häufiger vor und macht regelmäßig keine Probleme, zumal eine geringgradige Entzündung der Kieferhöhlenschleimhaut nicht per se schmerzhaft ist. Ihr Schmerz entsteht nicht in der linken Kieferhöhle, sondern in den besonderen Leitungseigenschaften des 2. linken Trigeminusastes. Eine Revision der Kieferhöhle / MAV chirurgischer Art kann deshalb den Schmerz nur verschlimmern, niemals verbessern.

Medikament

Palexia habe ich bisher nie eingesetzt, höre aber, dass es ab und an bei Trig. Neuropathie hilft. Trotzdem würde ich Ihnen zunächst zur bewährten Kombi Behandlung aus Carbamazepin, Amitriptylin und Gabapentin raten.

VG J. Wagner


AntwortZitat
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