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Schmerzen im linken Oberkiefer  

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Leon
 Leon
(@leon)
New Member
Beigetreten: 3 Monaten zuvor
Beiträge: 1
20/02/2020 3:05 pm  

Guten Tag Herr Wagner

Ich bin sehr froh, dass ich ihre Website gefunden habe. Nach langer Suche habe ich endlich eine mögliche Diagnose gefunden, die genau zu mir passen würde.

Mit atypischen Gesichtsschmerzen auf der linken Wange hatte ich schon mehrere Jahre zu tun (bin jetzt 28), aber da war es noch nicht sehr belastend. Erst Anfang 2017 ging es mit stärkeren Schmerzen los, als ich die Füllungen in den Backenzähnen auswechseln ließ. Da war mir noch nicht bewusst, dass mein 2. Trigeminusast überempfindlich ist. Ich dachte es wird sich schon wieder alles beruhigen, aber das passierte nur ganz langsam. Die Schmerzen wanderten eher hin zum Oberkieferbereich zwischen letzten und vorletzen Backenzahn und sind bis heute noch da. Es gab zwar Phasen wo es deutlich besser und aushaltbar war, aber verschwunden ist der Druckschmerz nie komplett.  Nach einer minimal invasiven OP in diesem Bereich im Juli 2019, wo ein ganzheitlicher Zahnarzt mit einem kleinen Bohrer angebliche NICO Herde entfernte, verschlimmerten sich die Schmerzen daraufhin enorm und seit Oktober 2019 probiere ich nun mit Medikamenten herum, da es auf Dauer dann doch nicht auszuhalten ist.

Also derzeitige Lage zusammengefasst:

Starker Druck und Ziehschmerz im linken Oberkiefer, der nur tagsüber vorhanden ist, schlafen geht ohne Probleme. Am stärksten zwischen letztem und vorletztem Backenzahn spürbar. Manchmal ausstrahlend bis zum Schneidezahnbereich und ab und zu ein merkwürdiger Druck über dem linken Auge. Die Schmerzintensität verläuft wellenartig im Laufe des Tages, am stärksten nachmittags und abends. Ich spüre auch regelmäßig so leichte Muskelzuckungen im Mundwinkelbereich.

Seit November 2019 nehme ich Carbamazepin 200mg 1-0-1 und Pregabalin 100mg 1-0-1

Mit dieser Medi Kombi hatte ich schon einige Tage wenig bis gar keine Schmerzen mehr, nur habe ich das Gefühl ich muss das Pregabalin nach einiger Zeit immer wieder erhöhen, um den gleichen Effekt zu erzielen. Bin jetzt schon bei insgesamt 300mg Pregabalin angelangt und die Kombi scheint schon wieder nicht mehr so gut zu wirken wie am Anfang.

Würde es Sinn machen niedriger zu dosieren und dafür Amitryptilin dazu zunehmen? Ich habe schon so viel Erfolgserlebnisse über dieses Medikament gelesen, nur habe ich leider auch viel Angst wegen der Nebenwirkungen (am meisten Gewichtszunahme und später Absetzsymptome)

Wie lange müsste man diese Medikamentenkombi überhaupt nehmen, um sie dann wieder abzusetzen zu können? Ein Leben lang könnte ich das nicht ertragen.

Vielen Dank für Ihre Zeit und Geduld Herr Wagner

 

 

 

 

 

 


Zitat
Joachim Wagner
(@joachim-wagner)
Mitglied Admin
Beigetreten: 3 Jahren zuvor
Beiträge: 77
24/02/2020 9:34 am  

Wenn das mal nicht ein Klassiker der Neuropathie des Trigeminus ist.

Leider läuft Ihre Schmerzgeschichte schon mehr als 2 Jahre. Es ist notwendig, jetzt stramm gegen die Schmerzen zu behandeln, denn ansonsten laufen Sie Gefahr, dass der Schmerz zentralisiert.

Inzwischen habe ich die Rezeptur meiner 3 Kombination geändert. Carba + Amitriptylin bleiben gleich, aber Gabapentin soll jetzt auf 1.200mg pro Tag gesteigert werden. Umgerechnet sind das tatsächlich Ihre 300mg Pregabalin.

Im Endeffekt rate ich also, auch noch 10mg Amitriptylin dazuzunehmen.

Und der wichtigste Rat: Für 2 Jahre haben Sie Zahnarztverbot.

 

VG J. Wagner


AntwortZitat
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