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Diagnose Neuralgie des Gesichtsnerv  

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Alessandra
(@alessandra)
New Member
Beigetreten: 5 Monaten zuvor
Beiträge: 2
20/03/2021 11:57 pm  

Hallo Herr Dr. Wagner,

Nach viel Recherche im Internet bin ich zufällig auf diese Seite gekommen. Ich habe mir einige der Beiträge durchgelesen und war überrascht wie viele so einen jahrelangen Leidensweg hinter sich haben. 

Meine Geschichte:
Im Oktober 2020 Fließschnupfen ausschließlich beim Joggen oder Spaziergang, eigentlich harmlos. Ab November Schmerzen auf Höhe der Nebenhöhle links ziehen bis in die Zähne im Oberkiefer. Mit Vermutung auf Nebenhöhlenentzündung nahm ich Gelomyrtol, Nasenspühlung, Inhalation, ohne Erfolg. Kurzfristige Linderung nur durch Rotlicht. Punktueller Druck auf die Wange lindert auch kurzfristig den Schmerz. Anfang Januar ändert sich der Schmerz an den Zähnen, wandert zwischen 4er bis 8er, dumpf bis in die Wurzeln, empfindliches Zahnfleisch zwischen 5 und 6, Intensität 3-5 zunehmend im Lauf des Tages, Haupschmerz zwischen 5er und 6er, nachts aushaltbar. Mein Zahnarzt machte ein Röntgen, Vitaltest, Klopfen, ohne Befund. Nächtliches Knirschen vielleicht eine Schiene und die Nasenatmung ist kaum gegeben. Vorsorglich sollte ich zum HNO. Nasenschleimhaut verdickt, Ultraschall unauffällig, nicht nennenswert. Schmerzen wurden nicht besser, IBU 600 brachten kaum Besserung, nochmal zum HNO, Amoxicillin 500, Sinupret eingenommen, keine Besserung dafür inzwischen von 58 auf 49 Kilo abgenommen. Eine Woche später wieder zum HNO , der schickte mich ins CT, auch das ohne Befund. Mitlerweile wackeln (leicht) 4er 5er 6er und 2er abwechselnd, der Zahnarzt meinte das kommt vom zubeißen nachts, Zähne und Zahnfleisch sind gesund. Für eine zweite Meinung bin ich auf Empfehlung einer Freundin zum Kieferchirurg, ohne Ergebnis. Zähne sind gesund, wenig Füllungen, alle dicht. Röntgen unauffällig. Er schickte mich wieder zu meinem Zahnarzt für eine Schiene. Dieser meinte ich brauche keine Schiene, das ist nur psychisch, wir sehen uns in 6 Monaten zur Vorsorge. Nach 5x Zahnarzt 4x HNO 1x Kieferchirurg keine Ursache. Verzweifelt zu meiner langjährigen Hausarztpraxis Diagnose: Neuralgie des Trigeminus. Seit Freitag 50mg Pregabalin, ab Montag soll die Dosis erhöht werden. Inzwischen bin ich unsicher wie es weitergehen soll und ob das richtig ist. Kann es so einfach sein, dass der Hausarzt so eine Diagnose eindeutig sofort feststellt?  


Zitat
Joachim Wagner
(@joachim-wagner)
Mitglied Admin
Beigetreten: 4 Jahren zuvor
Beiträge: 78
23/03/2021 2:09 pm  

Ja, das kann der Hausarzt, weil er - im Gegensatz zu den Zahnmedizinern - nicht zum ersten Mal einen Fall von Neuropathie des Trigeminus sieht. Er hört von Ihnen, dass 10 Fachärzte + CT nichts finden können, Ibu praktisch unwirksam ist und zählt halt 1 und 1 zusammen. Genau das sind die Kennzeichen einer Neuropathie: Keine körperliche Ursache erkennbar, aber Dauerschmerzen.

Pregabalin als Erstmedikation ist vernünftig. Wird aber vermutlich auf rund 300mg hochgefahren werden müssen, bis die Wirkung deutlich wird.


AntwortZitat
Alessandra
(@alessandra)
New Member
Beigetreten: 5 Monaten zuvor
Beiträge: 2
23/03/2021 10:23 pm  

@joachim-wagner


Lieber Herr Wagner,

Vielen Dank für Ihre schnelle Antwort. 

Ich bin gelernte Zahntechnikerin, somit nicht ganz berufsfremd und hatte den Trigeminus auch nicht auf dem Plan. Vielmehr befürchtete ich eine Revision an meinem wurzelbehandelten 5er oder eine Zyste. Das hätte auf dem Röntgen aber sichtbar sein müssen. 

Ich bin froh, dass ich Ihre Seite gefunden habe. Das hat mich bestärkt, dass mir geholfen werden kann und mir somit mein sonniges Gemüt ein wenig wieder zurück gegeben.

Ich werde alle zwei Tage von der Dosierung hochgesetzt, bin bei 100mg und der Schmerz wird schon etwas weniger. 

Ich bin guter Dinge den Schmerz in den Griff zu bekommen. 


AntwortZitat
Ale
 Ale
(@ale)
New Member
Beigetreten: 4 Monaten zuvor
Beiträge: 1
09/07/2021 12:55 pm  

@joachim-wagner

Sehr geehrter Herr Wagner,

leider hab ich obigen Account gesperrt und kann mich nicht mehr anmelden oder zurücksetzen, deshalb der neue Name.

Wie es weiter ging:

Zwischenzeitlich wurde ein MRT gemacht, dabei wurde ein Gefäß-Nerv-Kontakt Suca festgestellt.

Pregabalin auf 300mg gesteigert 1-1-1, annähernd schmerzfrei.
Nach 10 Tagen sollte ich in 50mg Schritten alle 5 Tage reduzieren. Die Schmerzen kamen wieder.

Ein Neurologentermin erbrachte nur Kopfschütteln. Ich solle zum Neurochirurgen wegen einer OP oder in eine Schmerzklinik. Pregabalin sei hier eh nicht das richtige Medikament und schon gar nicht auf 3x am Tag verteilt. Rezept oder Überweisung und im neuen Quartal wieder vorstellig werden, weiter nichts.

Jetzt meine Frage, wie sieht es mit der Dosierung aus? Ich bin 165cm mit 52kg. Kann ich Pregabalin noch erhöhen oder kombinieren? 

Ich bin derzeit wieder auf 250mg und habe immer wieder Schmerzattacken aber auch dauerhaft einen leicht bis mittleren Druckschmerz am Jochbein in den 5er ziehend. Gut es dauert bis das Medikament wieder wirkt und ich bin auch noch nicht auf meiner alten Dosierung.

Können Sie mir eine Empfehlung geben wie ich mit den Medikamenten verfahren kann, oder ob eine Kombination Sinn macht? 

Lieben Dank

Ale


AntwortZitat
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