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Carbamazepin, Pregabalin hat geholfen  

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chris2
(@chris2)
New Member
Beigetreten: 6 Tagen zuvor
Beiträge: 1
23/02/2021 11:24 am  

Hallo. Diese Webseiten und das Forum haben mir viel geholfen - nur wäre es gut, wenn man das leichter finden würde. Es sind die kleinen Erfolgsgeschichten, die davon erzählen wie die Schmerzen mithilfe von Medikamenten weniger werden, die einem Mut machen. Ich habe wegen meiner Schmerzen auch im Internet gesucht, bin da aber bei Nervenschmerzen immer auf die unzutreffende Trigemninus-Neuralgie gestoßen.

Kurz meine Geschichte. Wurzelbehandlung am Backenzahn von 2016 bis 2018, die nie richtig funktioniert hat. Juni 2020 Revision der Wurzelbehandlung beim Endodontologen. Nach 3 Tagen Schmerzen, noch einmal aufgemacht, Schmerzen kommen wieder und verschwinden weder durch Schmerzmittel noch durch Antibiotika. Ich lasse mir im Notdienst den Zahn ziehen, unerwarteterweise bleiben die Schmerzen. Zahnarzt macht Taschenspülung und verschreibt mir Diclofenac, Schmerzen werden weniger und kommen wieder.

Dann Wechsel zur Kieferambulanz, wo eine Kieferknochenentzündung und Kieferhöhlenentzündung diagnostiziert wird. Antibiotikabehandlung. Schmerzen bleiben, Schmerzmittel helfen nicht viel. Ich dränge darauf, den Weisheitszahn zu ziehen. Höllische Schmerzen nächsten Tag (9-10) und in den nächsten Wochen. Ein Brennen, Jucken, immer an der gleichen Stelle. Alles verheilt gut, Kieferhöhle schaut auch schön aus, es gibt nichts was meine Schmerzen begründet, außer meine "Psyche"! Monatelang Schmerzen schlagen halt auf die Psyche.

Ich gehe aber nicht zum Psychologen, wie empfohlen, sondern zum Neurologen. Dort wird mir Carbamazebim gegen eine Trigenimus-Neuralgie verschrieben - falsche Diagnose, richtiges Medikament. Ich kann zum ersten Mal wieder halbwegs schlafen. Mach mich im Internet schlau, erkenne, dass ich keine Trigenimusneuralgie habe, setze das Medikament ab, Schmerzen werden schlimmer. Nochmal in die Kieferambulanz, dort wird mir nochmals versichert, dass ich kein Zahn-/Kieferproblem habe. Wieder in die neurologische Ambulanz, diesmal (halbwegs) richtige Diagnose "atypischer Gesichtsschmerz".

Medikation: Anfangs, wie empfohlen, Carbamazepin solange steigern, bis Schmerzen verschwinden. Mit 400 mg Carbamezepin, war es besser, aber noch nicht okay. Ich hatte mittlerweile die Seiten von Herrn Wagner entdeckt, also habe ich den Hausarzt gebeten mir zusätzlich Gabapentin zu verschreiben. Das hat dann wirklich geholfen, auch das Brennen war weg und vor allem konnte ich wieder schlafen. Ich habe dann wegen der möglichen Nebenwirkungen auf Pregabalin gewechselt. Zuerst auf zweimal 50mg, das war zu wenig und hat kaum geholfen, 2 mal 75mg war dann okay.

Habe dann nach einem Monat Carbamazepin auf 300mg (3x 100) reduziert und Pregabalin auf 2x 100mg erhöht. Das war für ein paar Monaten meine Dosis, mit der sich die Schmerzen zwischen 1 und 3 bewegten. Wenn die Schmerzen mehr wurden, ich die Lidocain-Salbe genommen. Freiliegende Zahnhälse in meiner Problemzone, haben auch die Schmerzen getriggert. Dagegen hilft "Karex gelee" ganz gut. Ich habe dann begonnen, Carpamazepin sehr langsam zu reduzieren.

Derzeit brauche ich nur noch 2 mal täglich 75mg Pregabalin. Und damit bin ich eigentlich schmerzfrei.


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